OB-Wahl in Stuttgart Die CDU sucht weiterhin nach einem Kandidaten

Von Thomas Braun 

Die Suche nach einem Kandidaten, der für die CDU bei der Stuttgarter OB-Wahl im Herbst antritt, geht weiter. Bis ins neue Jahr hinein will die parteiinterne Findungskommission weitere Gespräche mit potenziellen Bewerbern führen.

Karin Maag, Stefan Kaufmann, Alexander Kotz (von links): Diese drei Stuttgarter Christdemokraten haben bisher Interesse an einer OB-Kandidatur signalisiert. Foto: Michael Steinert
Karin Maag, Stefan Kaufmann, Alexander Kotz (von links): Diese drei Stuttgarter Christdemokraten haben bisher Interesse an einer OB-Kandidatur signalisiert. Foto: Michael Steinert

Stuttgart - Suchet, so werdet ihr finden“, heißt es in der Bibel. Bei den Stuttgarter Christdemokraten ist dieser Prozess noch nicht abgeschlossen. Zwar hat die parteiinterne Findungskommission, die nach einem geeigneten Bewerber für die OB-Wahl im November 2020 fahndet, in der vergangenen Woche erneut getagt. Neue Namen über die bisher bekannten Interessenten hinaus wurden bei dem Treffen dem Vernehmen nach allerdings nicht ventiliert. Bisher haben lediglich der Bundestagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Stefan Kaufmann, seine Fraktionskollegin Karin Maag sowie der Fraktionschef der Rats-CDU, Alexander Kotz, zumindest inoffiziell Ambitionen auf eine Kandidatur angemeldet. Weitere potenzielle Bewerber wie die amtierenden CDU-Rathauschefs Frank Nopper (Backnang), Richard Arnold (Schwäbisch Gmünd) und Stephan Neher (Rottenburg), über deren Absichten in CDU-Kreisen spekuliert wird, haben sich bisher nicht einmal inoffiziell aus der Deckung gewagt.

Kandidat sollte eine reelle Siegchance haben

Über die Feiertage wollen die mit der Suche beauftragten Parteifunktionäre, zu denen neben dem Regionalrat Roland Schmid auch der Generalsekretär der Landes-CDU, Manuel Hagel, und der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium und Ludwigsburger Bundestagsabgeordnete Steffen Bilger zählen, weitere Gespräche führen. Die nächste Sitzung der Findungskommission ist erst für Ende Januar terminiert. Der wichtigste Punkt des Anforderungsprofils: Der Unionskandidat sollte eine reelle Siegchance gegen Amtsinhaber Fritz Kuhn (Grüne) haben, der aller Voraussicht nach für eine weitere Amtsperiode antritt. Kuhn will sich dazu am 7. Januar erklären.

Für die CDU wäre die Rückeroberung des zweitwichtigsten Amts im Land nach dem Ministerpräsidenten – ein Jahr vor der Landtagswahl – Rückenwind im Kampf um die Herrschaft in der Villa Reitzenstein. Letzten Meinungsumfragen zufolge liegt die frühere Stuttgarter Schulbürgermeisterin und jetzige Kultusministerin Susanne Eisenmann als Herausforderin deutlich hinter dem amtierenden Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne).

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