Der Einsatz von Feuerwehr, Unterer Wasserschutzbehörde und Wasserschutzpolizei am Donnerstag am Neckar in Esslingen war offenbar von Erfolg gekrönt: Nach einem Ölaustritt in den Fluss gibt die Einsatzleitung einen Tag später Entwarnung. Das gibt die Stadt Esslingen bekannt. „Am gestrigen Abend hat eine Spezialfirma das Öl-Wassergemisch erfolgreich abgesaugt. Glücklicherweise sind nun keine Verschmutzungen auf dem Neckar mehr vorhanden“, teilte demnach Marion Leuze-Mohr, Erste Landesbeamtin, nach einer Begehung vor Ort durch Vertreterinnen und Vertreter der Feuerwehr, der Stadt, des Landratsamtes und des Wasserschifffahrtsamtes mit. „Heute im Laufe des Tages wird dann auch die Schifffahrt wieder freigegeben. Bisher sind keine Auswirkungen auf die Gewässerökologie des Neckars zu beobachten.“
Der Austritt war am Donnerstagmorgen bemerkt worden. Den Erkenntnissen der Behörden zufolge war das Öl vom Werksgelände einer Firma am Neckarufer in einen Kanal geflossen, der in den Neckar führte. Die Einsatzkräfte bemühten sich daraufhin, den Zustrom des Öls sowie eine weitere Ausbreitung zu stoppen. Über das Ausmaß des Unglücks gab es am Donnerstag noch keine konkreten Auskünfte. Die Polizei sprach von einer „größeren Menge“ und einem Ölteppich „auf mehreren hundert Metern Länge“. Die Wasserschutzpolizei Stuttgart leitete Ermittlungen ein.
Ölsperren bleiben bis 31. Oktober
Auch Oberbürgermeister Matthias Klopfer zeigte sich nach der Begehung erleichtert: „Wir sind sehr froh, dass wir durch das schnelle und professionelle Handeln Schlimmeres verhindern konnten. Mein großer Dank gilt allen beteiligten Haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften.“ Die insgesamt vier Ölsperren blieben aus Sicherheitsgründen noch bis mindestens Dienstag, 31. Oktober, bestehen, heißt es in der Mitteilung weiter. Um die Uferbereiche von letzten Ölresten zu säubern, werde der Neckar wie bereits angekündigt an den Schleusen in Deizisau und Oberesslingen in den nächsten Tagen leicht aufgestaut. Nach aktuellem Stand wird das aufgestaute Wasser im Laufe der kommenden Woche in Abstimmung mit der Unteren Wasserschutzbehörde freigegeben. „Es entsteht dadurch eine Art ‚Mini-Flutwelle’, durch die die Uferbereiche gereinigt werden“, erklärt Andreas Gundl, Einsatzleiter der Esslinger Feuerwehr.