Opel Astra Sports Tourer Kick und los

Von Annett Boblenz 

Der neue Opel Astra Sports Tourer punktet mit viel Platz für Familien. Die Benziner starten ab 18 260 Euro, die Diesel ab 21 260 Euro.

Die zehnte Generation des Kombis: der neue Astra Sports Tourer. Foto: Opel
Die zehnte Generation des Kombis: der neue Astra Sports Tourer. Foto: Opel

Mit dem jetzt vorgestellten Opel Astra Sports Tourer zündet Opel das große Neuheiten-Feuerwerk. 'Bis 2020 werden wir 29 neue Modelle auf den Markt bringen', sagt Opel-Chef Dr. Karl-Thomas Neumann. Schon jetzt ist das Durchschnittsalter der Rüsselsheimer Flotte mit 2,9 Jahren erstaunlich niedrig. Erst im vergangenen Herbst kam der fünftürige Opel Astra auf den Markt. In Genf erhielt er gerade die begehrte Auszeichnung 'Car of the year 2016' und setzte sich damit gegen Audi A4, BMW 7er, Jaguar XE, Mazda MX 5, Skoda Superb und Volvo XC 90 durch. Jetzt also der neue Astra Sports Tourer. Der Kombi steht ab dem 9. April beim Händler und wird wohl auch im Markt der langen Kompakten eine wichtige Rolle spielen. Neben Gewerbekunden hat Opel mit dem Sports Tourer vor allem Familien im Fokus, die nicht dem aktuellen SUV-Boom verfallen sind. Die dürfen sich über sehr viel Platz freuen, womit Opel wieder zu alten Stärken zurückfindet. Denn speziell im Vorgänger ging es auf der Rückbank doch ziemlich beengt zu. Im neuen Astra Kombi aber haben jetzt auch die Mitfahrer im Fond üppig Platz. Das gilt sowohl für die Beine als auch für den Kopf, denn nach oben gibt es 3,8 Zentimeter mehr Raum.

Kombi mit Kopf- und Beinfreiheit

Trotzdem leidet das Fassungsvermögen des Kofferraums nicht darunter. Im Gegenteil: obwohl das Auto nur ein paar Milli­meter länger wurde, schluckt das Heckabteil jetzt 540 Liter, wenn alle Plätze belegt sind. Und für den Großeinkauf im Möbelmarkt lassen sich die Rücklehnen flach legen. Die durchgehend ebene Ladefläche fasst dann ein Ladevolumen von 1630 Litern. Dank der im Verhältnis 40:20:40 teilbaren Rückenlehne (aufpreispflichtig) gibt es weitere Beladeoptionen. Äußerst komfortabel wird übrigens die Beladung des Kofferraums, wenn man das Geld für eine Neuheit in die Hand nimmt: In Kombination mit dem Schließ- und Start­system 'Keyless Open' reicht ein Fußkick unter dem hinteren Stoßfänger, um die Kofferraumklappe zu öffnen. Gleiches gilt dann auch beim Schließen, einiges Üben allerdings vorausgesetzt. Der Sports Tourer basiert auf einer komplett neuen Leichtbau-Fahrzeugarchitektur, wodurch er bis zu 190 Kilogramm weniger wiegt als sein Vorgänger. Zusammen mit den neuen und überarbeiteten Motoren soll der Verbrauch in den Keller gehen. Das Motorenangebot ist riesig: Es gibt fünf Benziner mit 74 kW/100 PS bis 141kW/200 PS und vier Diesel mit 70kW/95 PS bis 141 kW/160 PS.

Auf ersten Testfahrten überzeugte der brandneue 1,6-Liter-Biturbo-Diesel mit 118 kW/160 PS. Ob auf der Autobahn oder auf kurvenreichen Straßen: der Kombi liegt gut auf der Straße, Unebenheiten bügelt das ausgewogene Fahrwerk glatt weg. Den Verbrauch gibt Opel zwar mit 4,1 Liter Diesel auf 100 Kilometer an, auf der Autobahn und im Gebirge pendelte er sich aber um die 5,5 Liter ein. Während der Testfahrt haben sich auch einige - aufpreispflichtige - Assistenzsysteme als nützlich erwiesen. Die Frontkamera beispielsweise mit erweiterter Funktion für Verkehrsschilderkennung zeigt zuverlässig die erlaubte Geschwindigkeit an. Der Spurassistent mit aktiver Lenkkorrektur und der Frontkollisionswarner sollen zudem die Sicherheit erhöhen. Als 'absolutes Novum in der Kompaktklasse' bezeichnet Opel das Matrix-Lichtsystem Intellilux LED. Es ermöglich das Fahren außerhalb der Stadt mit permanentem blendfreien Fernlicht. Kommen Autos entgegen oder fahren sie voraus, deaktiviert das System gezielt einzelne LED-Module - der Rest der Straße bleibt trotzdem hell erleuchtet.