Der Fortbestand der Naturfreunde-Ortsgruppe Plochingen-Reichenbach-Lichtenwald ist gesichert. Bei einer Mitgliederversammlung fanden sich genügend Aktive bereit, künftig in einem Leitungsgremium Verantwortung zu übernehmen. Damit ist die drohende Vereinsauflösung vom Tisch. Auch das umfangreiche Programm kann fortgeführt werden.
Wolfgang Friede, langjähriger Vorsitzender der Naturfreunde-Ortsgruppe, war sichtlich erleichtert. „Ich bin selbst überrascht und freue mich sehr, dass sich genügend Menschen für die Posten im Verein gefunden haben“, sagte er nach der jüngsten Mitgliederversammlung im Naturfreundehaus in Lichtenwald. Gemessen am Programm und den Aktivitäten war es um die Ortsgruppe in jüngerer Vergangenheit nicht schlecht bestellt gewesen. Reichlich Freizeit- und Sportaktivitäten, Reisen und Wanderungen wurden angeboten, die Naturfreunde engagierten sich gemeinsam mit anderen Vereinen für das Dorfleben. Im Waldgebiet bei Hegenlohe wurden fünf naturverträgliche Mountainbike-Strecken angelegt, die vom Kreisforst und auch von Forst BW als Vorzeigeprojekte bezeichnet werden. Die Kinder- und Jugendgruppen Umweltdetektive und Naturforscher erleben mit 25 Kindern regen Zuspruch. Beim Naturfreundehaus wurde neben der Ziegenweide ein grünes Klassenzimmer als außerschulischer Lernort eingerichtet, für dessen Nutzung Kooperationsvereinbarungen mit der Grundschule Lichtenwald und der Lützelbach-Schule Reichenbach abgeschlossen wurden.
Dennoch sah es im Hinblick auf die Zukunft der rund 230 Mitglieder zählenden Ortsgruppe zunächst eher finster aus. Wie bei etlichen Vereinen in diesen Zeiten wuchsen zwar Aufgaben und Anforderungen, nicht jedoch im selben Maß die Zahl der Mitglieder, die dauerhaft und über befristete Projekte hinaus Verantwortung für den Verein übernehmen mochten.
Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen
Im vergangenen Herbst wurde schließlich deutlich, dass mit der bisherigen Struktur von einigen wenigen und zudem älter werdenden Mitgliedern, die die komplette Arbeit zu erledigen hatten, kein funktionsfähiger Vorstand mehr gebildet werden konnte. Mit einer Satzungsänderung wurde dann die Möglichkeit geschaffen, ein Leitungsgremium mit bis zu 15 Mitgliedern zu installieren, um die Verantwortung auf mehrere und jüngere Schultern zu verteilen. „Das ist nun überraschend schnell gelungen“, sagt Wolfgang Friede. „Hätte das nicht geklappt, dann hätten wir den Verein auflösen müssen. So bin ich vor allem froh, dass die Zukunft der Ortsgruppe gesichert wurde.“