Passwörter im Internet Mehrheit der Deutschen nutzt nur ein Standardpasswort

Von red/AFP 

Wenn es um die Sicherheit im Netz geht, sind die meisten Deutschen noch immer nachlässig. Laut einer Umfrage von Web.de verwendet die Mehrheit der Bundesbürger das gleiche Passwort für mehrere Onlinedienste

Weil es schwer fällt, den Überblick zu behalten, verwenden viele Deutsche immer wieder das gleiche Passwort. Foto: /Andrea Warnecke
Weil es schwer fällt, den Überblick zu behalten, verwenden viele Deutsche immer wieder das gleiche Passwort. Foto: /Andrea Warnecke

Berlin - Mehr als die Hälfte der Deutschen ist bei der Wahl von Passwörtern im Netz immer noch unvorsichtig.

60 Prozent der Internet-Nutzer verwenden bei mehreren oder sogar bei all ihren Online-Diensten das gleiche Passwort, wie eine repräsentative Umfrage des Mailanbieters Web.de ergab. Demnach ist der Anteil im Vergleich zum Vorjahr sogar um einen Prozentpunkt gestiegen.

Laut Web.de verlangen Onlinedienste zunehmend eine Anmeldung ihrer Nutzer via E-Mail-Adresse und Passwort. 41 Prozent der gut 1000 befragten Internet-Nutzer gaben an, bei mehr als 15 Diensten mit einem passwortgeschützten Konto angemeldet zu sein. 

Passwort-Manager bieten Sicherheit

„In dieser Situation fällt es den meisten Nutzern schwer, den Überblick über die vielen Zugangsdaten zu behalten, und sie weichen auf ein Standardpasswort für alle Dienste aus“, erklärte Jan Oetjen, Chef des Mailgeschäfts der Web.de-Muttergesellschaft 1&1.

Mit diesem Verhalten riskierten die Nutzer, dass Hacker nach dem Zugriff auf einen Onlinedienst auch schnell die persönlichen Daten auf anderen Plattformen erhalten. „Wer sich davor schützen will, sollte für jeden Dienst ein starkes, einzigartiges Passwort verwenden und nach Möglichkeit einen vertrauenswürdigen Single Sign-on Anbieter nutzen“, riet Oetjen.

So werden Internetdienste bezeichnet, die die Kennwörter und sonstigen Login-Daten ihrer Nutzers für all deren Online-Konten zentral verwalten und schützen. Der Umfrage zufolge nutzen 28 Prozent mittlerweile solche Dienste; zehn Prozent nutzen spezielle Passwort-Manager-Programme.

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