Peanuts-Sonderbriefmarken Snoopy auf den Spuren des Papstes

Post für Snoopy. Foto: Deutsche Post 5 Bilder
Post für Snoopy. Foto: Deutsche Post

Snoopy ist nun auch vergönnt, was Papst Benedikt und Helmut Kohl vor ihm widerfahren ist: er hat es auf die 70-Cent-Marke geschafft. Der Rest der Familie ziert die 90-Cent-Marke. Die ist für Auslandbriefe. Aber die Fans werden auch sie im Inland verwenden – zur Freude Post.

Titelteam Stuttgarter Zeitung: Hilke Lorenz (ilo)
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Stuttgart - Wenn man die Fans des „Peanuts“-Imperiums nun öfters in Postämtern antrifft, dürfte das nur bedingt mit ihrer neu entdeckten Liebe zu Briefmarken zu tun zu haben. Noch kann zwar keiner sagen, ob Snoopy es Papst Benedikt gleichtun wird. Aber die beiden haben zumindest schon mal die gleiche Ausgangsbasis: Sie sind Motiv auf einer Sonderbriefmarke der Deutschen Post. „Benedikt war wirklich der Renner“, sagt Erwin Nier, der bei der Post für Briefmarkenauskünfte zuständig ist. Ähnlich groß sei die Nachfrage bei der Helmut-Kohl-Sondermarke gewesen.

Zehn Millionen Auflage

Mit beiden Herren betrat das Finanzministerium, das über die Marken entscheidet, Neuland. Denn eigentlich sind Briefmarken nur bereits verstorbenen Zeitgenossen vorbehalten. Insgesamt 60 unterschiedliche Sondermarken streut die Post jährlich zwischen ihre üblichen Standardmarken. Nun also Snoopy und die „Peanuts-Rasselband“. In einer Auflage von zehn Millionen Postwertzeichen sind die Geschöpfe des im Jahr 2000 verstorbenen US-amerikanischen Comic-Zeichners Charles M. Schulz seit Monatsbeginn im Verkauf. Snoopy ziert die 70-Cent-Briefmarke. Auf der 90-Cent-Marke, dem Porto für den Auslandsbrief, sind Charlie Brown – selbst ein melancholischer Liebesbriefschreiber – , Sally, Lucy, Linus und Woodstock zu sehen. Da aber nur etwa 15 Prozent der täglich insgesamt 60 Millionen Briefe ins Ausland gehen, dürften viele Käufer ein Auge zudrücken und ihre Inlandsbriefe wegen des schönen Motivs zur Freude der Post überfrankieren.

Videobotschaft von Jean Schulz

Über die Lizenzgebühren schweigt sich die Deutsche Post aus. Nur so viel verrät Nier: „Das kann man nicht alle Jahre machen“. Als besonderes Schmankerl gab es beim Verkaufsstart im Bonner Posttower noch eine Videobotschaft von Jean Schulz, der Witwe des Peanuts-Schöpfers.




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