Pediküre durch Fische Forscher entdecken gefährliche Keime in den Aquarien

Von jka 

Entspannung für müde Füße oder ekliger Kosmetik-Wahn? Forscher haben nun die Fisch-Behandlung an den Füßen auf ihre gesundheitlichen Risiken untersucht.

Forscher haben die Kosmetik-Behandlung  an den Füßen unter die Lupe genommen. Foto: imago stock&people/imago stock&people
Forscher haben die Kosmetik-Behandlung an den Füßen unter die Lupe genommen. Foto: imago stock&people/imago stock&people

Stuttgart - Fische, die an menschlichen Füßen knabbern – die Kosmetik-Behandlung ist skurril und nach neusten Erkenntnissen sogar gefährlich. Besonders in südlichen Urlaubsländern wird die Fußpflege für die müde gelaufenen Füße der Touristen angeboten.

Und so läuft die Behandlung üblicherweise ab: Die Füße werden in ein Wasserbecken getunkt, die kleinen Fische starten daraufhin ihre Arbeit. Es sind Schwärme der Rötlichen Saugbarbe, die in Akkord-Arbeit bevorzugt die Hornhaut abknabbern. Am Schluss soll sich der Fuß weich und gepflegt anfühlen.

Krankmachende Keime im Aquarium

Doch ist die Behandlung auch wirklich gesund? Italienische Wissenschaftler haben genau das geprüft. Sie wollten herausfinden, ob die eventuelle Keimbelastung der Tiere auch Gesundheitsrisiken für die Menschen birgt. Das Ergebnis: Die Forscher entdeckten eine Vielzahl krankmachender Keime in unterschiedlichen Aquarien. Sogar frisch desinfizierten Becken waren keimbelastet. Die meisten dieser Keime können Menschen krank machen, fanden die Wissenschaftler heraus.

Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., erklärt die Brisanz der Situation: „Hinzu kommt, dass die Haltungsbedingungen der Fische und die hygienischen Zustände in diesen Kosmetiksalons fast immer als mangelhaft einzustufen sind.“ Dadurch seien die Fische zusätzlich unter Stress. Das begünstige die Vermehrung der Krankheitserreger.

„Tierfreunde sollten der Fische wegen und nicht zuletzt aus Eigenschutz auf diese zweifelhafte Art der Körperpflege verzichten“, sagt die Veterinärin abschließend.

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