Peter Kohlgraf Mainzer Bischof zockt mit Jugendlichen Minecraft

Der Mainzer Bischof Kohlgraf: Vier Stunden habe er sich über Zoom mit 50 jungen Menschen über ihre Corona-Erfahrungen ausgetauscht. Foto: dpa/Arne Dedert
Der Mainzer Bischof Kohlgraf: Vier Stunden habe er sich über Zoom mit 50 jungen Menschen über ihre Corona-Erfahrungen ausgetauscht. Foto: dpa/Arne Dedert

Ungewöhnliche Aktion des Mainzer Bischofs: Peter Kohlgraf hat sich am im Internet mit Jugendlichen zum Zocken getroffen. Der Bischof hatte aber ein ernstes Anliegen.

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Mainz - Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf (54) hat sich am Sonntag im Internet mit Jugendlichen zum Zocken getroffen. Der Bischof hatte eingeladen, das Videospiel Minecraft mit ihm zu spielen und über Gedanken in der Pandemie zu sprechen. Corona sei eine verrückte Zeit - „es nervt euch, es nervt mich und es nervt viele Menschen“ - und da wolle er wissen, was die Jugendlichen bewegt, hatte Kohlgraf angekündigt, der kurzfristig am Wochenende zum dritten Mal in Quarantäne war. Nun zog er auf Facebook ein positives Resümee des Zocker-Treffens.

Vier Stunden habe er sich über Zoom mit 50 jungen Menschen über ihre Corona-Erfahrungen ausgetauscht. Dabei sei die Sehnsucht nach Gemeinschaft, Begegnung und Lebensfreude spürbar gewesen. Hoffnungen, Solidarität mit anderen, aber auch Krankheit und Tod seien thematisiert worden. „Es war keineswegs nur ein flottes Event“, bilanzierte der Bischof.

Computerspiel war für den Bischof Neuland

Bei dem Computerspiel - das für Kohlgraf Neuland war - geht es darum, Konstruktionen wie Gebäude zu bauen. Ein Bistumsmitarbeiter hatte den Bischof zuvor per „Trainingslager“ instruiert, wie der SWR berichtete. Kohlgraf sagte: „Ein bisschen gespielt habe ich immer ganz gern, insofern ist das nicht gegen meine Natur, was ich hier mache.“

Auf Facebook erhielt der Mainzer Bischof meist positive Reaktionen: „Eine sehr gute Idee, schade, dass es nur wenige Würdenträger in der katholischen Kirche gibt, die bereit sind neue Wege zu gehen!“, schrieb eine Nutzerin. Eine andere betonte: „Genau richtig...nicht warten bis die Menschen zu einem kommen, sondern auf sie zugehen und ihre Welt kennenlernen.“ Und eine Nutzerin hielt es für „durchaus möglich, beim Spielen und Chatten den Heiligen Geist wirken zu lassen“.




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