Plácido Domingo und Metoo Vorwürfe gegen Opernstar

Von AP/red 

Mehrere Frauen werfen dem Opernsänger sexuelle Belästigung vor.

Plácido Domingo machte Karriere als Tenor – heute singt er Bariton. Foto: dpa-picture alliance / Carlos Pachec
Plácido Domingo machte Karriere als Tenor – heute singt er Bariton. Foto: dpa-picture alliance / Carlos Pachec

New York - Mehrere Frauen werfen dem spanischen Opernsänger und Dirigenten Plácido Domingo sexuelle Belästigung vor. Der Nachrichtenagentur AP sagten neun Frauen, der heute 78-jährige, international bekannte Opernsänger habe versucht, sie in sexuelle Beziehungen zu zwingen, indem er ihnen Jobs angeboten habe. In einigen Fällen habe er die Frauen bestraft, wenn sie seine Annäherungen verweigerten.

Sechs Frauen sagten aus, sie hätten sich durch anzügliche Annäherungsversuche durch Domingo unwohl gefühlt. Beinahe drei Dutzend weitere Personen aus Opernkreisen sagten, sie hätten unangemessenes, sexuell gefärbtes Verhalten von Domingo beobachtet.

Domingo nannte die Anschuldigungen „zutiefst beunruhigend und wie dargelegt, unzutreffend“. „Ich habe geglaubt, dass alle meine Interaktionen und Beziehungen immer willkommen und im gegenseitigen Einverständnis waren“, fügte er hinzu. Domingo gilt als einer der erfolgreichsten Opernsänger überhaupt. Er ist ebenfalls erfolgreicher Dirigent und Direktor der Los Angeles Opera und fördert u. a. mit dem renommierten Gesangswettbewerb Operalia den Sängernachwuchs. Der mehrfache Grammy-Gewinner wird von seinen Kollegen als überaus charmant und voller Energie beschrieben.

Sieben der neun Frauen, sagten der Nachrichtenagentur AP, sie glaubten, ihre Karrieren seien nachteilig beeinflusst gewesen, nachdem sie seine Annäherungsversuche abgewehrt hatten. Einige sagten, dass versprochene Rollen niemals zustande kamen.