Pläne im Bezirksbeirat vorgestellt Der Grazer Platz bekommt langsam Konturen

Von Georg Friedel 

Stadtplaner Klaus Volkmer stellte im Bezirksbeirat neue Entwürfe für den Bereich an der Kreuzung Stuttgarter Straße/Grazer Straße vor.

Beim alljährlichen Höflesmarkt in Feuerbach verwandelt sich der Kreuzungsbereich Stuttgarter/Grazer Straße in eine   Fußgängerzone und Partymeile. Foto: Tom Bloch
Beim alljährlichen Höflesmarkt in Feuerbach verwandelt sich der Kreuzungsbereich Stuttgarter/Grazer Straße in eine Fußgängerzone und Partymeile. Foto: Tom Bloch

Feuerbach - An der Kreuzung Stuttgarter/ Grazer Straße herrscht reges Treiben. Wenn Autofahrer, die auf der Stuttgarter Straße unterwegs sind, zu schnell fahren und sich gleichzeitig Verkehrsteilnehmer auf der Grazer Straße mit dem Fahrzeug in den Kreuzungsbereich hineintasten, kann es dort schnell eng werden. Auch ältere Fußgänger haben an der stark befahrenen Kreuzung so ihre Probleme: „Für Senioren ist die Kreuzung nicht einfach zu überqueren“, sagt der Feuerbacher Stadtseniorenrat Hans-Joachim Kientzle.

Die Arbeitsgruppe „Städtebauliche Entwicklung“ im Zukunftsforum Feuerbach fordert bereits seit längerem, dass die Kreuzung am Grazer Platz für Fußgänger und den Fahrzeugverkehr eindeutiger geregelt werden müsse. Das Team rund um den Moderator Robert Thurner hat bereits 2012 den gesamten Bereich genauer unter die Lupe genommen. Die Mitglieder der Gruppe entwickelten eine lange Liste an Vorschlägen für die optische Aufwertung der beiden kleinen Plätze.

Neue Pläne für den Kreuzungsbereich

Auf der Basis dieser Überlegungen und Ideen hat sich Klaus Volkmer von der Abteilung Verkehrsplanung und Stadtgestaltung mit dem Thema beschäftigt und nun erste Entwürfe und Pläne für die Umgestaltung dieses Kreuzungsbereiches entwickelt. Letztere stellte er am Dienstag im Bezirksbeirat Feuerbach vor. Er habe sich in vielen einzelnen Punkten an dem orientieren können, was die Arbeitsgruppe vorgeschlagen habe: „Auch der Arbeitstitel Grazer Platz ist ein guter Name, wie ich finde“, sagte Volkmer bei der Vorstellung der Pläne. Zentraler Bestandteil seines Entwurfes ist eine leichte Verschwenkung der Fahrbahn in diesem Bereich. Zudem schlägt der Planer vor, drei neue Baumstandorte zu schaffen. Der Verlust von Parkplätzen im Bereich der Stuttgarter Straße soll im Wesentlichen dadurch aufgefangen werden, dass an der Grazer Straße neue geschaffen werden. Er sprach sich dafür aus, die Pflanzbehälter auf dem Platz zu beseitigen, so Volkmer weiter.

Auf der Seite der Stuttgarter Straße, wo sich die Eisdiele Capri befindet, entstehe durch den leichten Fahrbahnschwenk etwas mehr Platz im Fußgängerbereich. „Die Bordsteine können großzügiger gestaltet werden.“ Der Asphalt im Kreuzungsbereich solle durch einen Quarzsandbelag optisch aufgewertet werden, auch die Platzbeleuchtung werde neu konzipiert.

Gesamtkosten liegen bei rund 700 000 Euro

Die Kosten aller Maßnahmen, so schätzt Volkmer, würden sich auf etwa 685 000 Euro belaufen. Falls es der Bezirksbeirat wünsche, könne die Liste vom Tiefbauamt in die kommenden Haushaltberatungen aufgenommen werden. „In Feuerbach haben wir meines Wissens noch keinen Feuerbach-Platz. Nur so als Anregung für einen passenden Namen“, sagte Jochen Heidenwag. Er würde sich wünschen, dass „wir dieses Projekt im kommenden Doppelhaushalt unterkriegen“. Gabriele Heise äußerte allerdings Bedenken. Vor allem in der Verschwenkung sehe sie ein Problem: „Ich halte gar nichts davon, diesen Bereich noch schmaler zu gestalten.“ Auch Britta Weber (Grüne) kritisierte, dass die Fahrbahnbreite im Kreuzungsbereich von 7 auf 5,50 Meter verschmälert würde.

CDU-Sprecher Dirk Teichmann forderte einmal mehr, ein Gesamtverkehrskonzept für Feuerbach. Stattdessen diskutiere das Gremium wieder einmal nur über eine Einzelmaßnahme. Martin Härer (SPD) gab Teichmann recht: „Wir brauchen einen Gesamtplan.“ Ungeachtet dessen führe diese Einzelmaßnahme allerdings zu einer optischen Aufwertung des Bereiches. Er hätte sich allerdings gewünscht, den Vorentwurf vor der Sitzung ausgehändigt zu bekommen. Am Ende befürwortete der Bezirksbeirat mehrheitlich die Grundzüge der Planungen und forderte, dass die Umsetzung weiter verfolgt werden müsse. Etliche Details sollen allerdings überarbeitet werden.

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