Pleite des VfB Stuttgart bei Fortuna Düsseldorf Wie ein Absteiger

Von Dirk Preiß 

0:3 bei Fortuna Düsseldorf – der VfB Stuttgart hat sich in einem entscheidenden Duell wie ein Absteiger präsentiert. Jetzt braucht es einen schnellen Entschluss für die nächsten Wochen – und der muss sitzen, kommentiert unser Autor Dirk Preiß.

Ratlose Spieler, ratloser Trainer: Der VfB Stuttgart hat beim 0:3 in Düsseldorf maßlos enttäuscht. Foto: Baumann
Ratlose Spieler, ratloser Trainer: Der VfB Stuttgart hat beim 0:3 in Düsseldorf maßlos enttäuscht. Foto: Baumann

Stuttgart/Düsseldorf - Geht’s viel schlimmer? Eigentlich nicht. Der VfB Stuttgart präsentierte sich beim 0:3 in Düsseldorf am Sonntagabend wie ein Absteiger. Da stand keine echte Mannschaft auf dem Platz, da war kein Konzept zu erkennen. Nicht nur in Sachen Leidenschaft machte der nominell deutlich schwächer besetzte Gegner vor, wie man sich zu verhalten hat, wenn man in der Bundesliga gegen den Abstieg kämpft.

In diesem Spiel, das den Wendepunkt zum Guten markieren sollte, gipfelte für den VfB die ganze Misere dieser Saison, die nur drei Jahre nach dem bitteren Gang in die zweite Liga erneut zu einem Albtraum zu werden droht.

Was hilft dieser Mannschaft noch?

Noch steht der VfB auf Rang 16, der am Ende zumindest zur Teilnahme an den Relegationsspielen berechtigt; noch ist auch der Sicherheit bietende Platz 15 in Reichweite. Doch die Konkurrenz rückt von hinten heran – und wer so auftritt wie das VfB-Team in Düsseldorf, wird sich schwer tun, den erneuten Totalschaden zu verhindern. Dieser aber würde den Club derart weit zurückwerfen, dass nun schnell und schonungslos analysiert werden muss, was dieser Mannschaft in den kommenden 13 Spielen (mit der Relegation wären es 15) noch helfen könnte, die nötigen Punkte und Siege zu holen. Und zwar ohne Rücksicht auf persönliche Eitelkeiten oder Folgen.

Umbau der Mannschaft im vergangenen Sommer, Trainerwechsel im Herbst, Kader-Ergänzungen kürzlich in der Winterpause: Sportvorstand Michael Reschke hat schon viel versucht in dieser Spielzeit – viel gibt der Patronengürtel der VfB-Granden nun nicht mehr her.

Ist es das bedingungslose Vertrauen in Markus Weinzierl? Ist es ein erneuter Trainerwechsel? Ist es der ganz große Knall – mit einem Abgang von Coach und Sportvorstand? Ganz egal, wie sich die hohen Herren unter dem roten Dach nun entscheiden: Der nächste Entschluss muss sitzen – es geht um nicht weniger als die Zukunft des VfB Stuttgart.