Pop-CDs der Woche Neues von James Blunt, den Swans und anderen

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James Blunt fällt nicht nur mit einem neuen Album auf. Die Swans und Cigarettes after Sex legen an diesem Freitag, dem 25. Oktober, ebenfalls neue Tonträger vor. Und viele andere Künstler auch.

Olivgrün steht ihm gut: James Blunt Foto: Archiv
Olivgrün steht ihm gut: James Blunt Foto: Archiv

Stuttgart - Einige interessante Neuveröffentlichungen hält dieser Freitag, der 25. Oktober bereit. Zum Beispiel diese:

James Blunt: Once upon a Mind

„Für den britischen Popsänger James Blunt sind Soldaten in der Regel feinfühliger als Politiker. ,Politiker mögen es sehr, eine Armee zu haben. Damit fühlen sie sich groß und stark. Sie schicken eine Armee und haben das Gefühl, sie könnten ihre Aggression ausleben’, sagte der ehemalige Offizier der Deutschen Presse-Agentur. Die Natur eines Soldaten sei weniger aggressiv.

So weit lautet die Meldung von dpa, der man jetzt hinzufügen könnte, dass James Blunt hier einen wertvollen Beitrag wider den weit verbreiteten Irrglauben leistet, dass Popkultur irgendwie per se links sei. Nun ja, an diesem Freitag erscheint sein neues Album, das „Once upon a Mind“ heißt, was als Titel bei einer solchen Geisteshaltung rein theoretisch auch schon wieder zu vielen anderen Gedankenspielen anregen könnte.

Swans: Leaving meaning

Da klingt doch weitaus interessanter, dass die fast schon legendär zu nennende amerikanische Experimentalrockband Swans ihr nunmehr schon fünfzehntes Album vorlegt. „Leaving meaning“ heißt es, und auch dieser feine Titel regt schon hinreichend zum Grübeln an. Die Musik der Band sowieso.

Cigarettes after Sex: Cry

Wer die Ambient-Popband aus dem texanischen Austin schon mal live gesehen hat, zuletzt etwa beim Maifeld Derby oder dem Southside-Festival, weiß um die Qualitäten der US-Amerikaner. Diese zeigten sie auch schon vor zwei Jahren bei ihrem Debütalbum; jetzt erscheint der Zweitling „Cry“.

Simon Joyner: Step into the Earthquake

Schon seit einer halben Ewigkeit ist der Americana-Songwriter im Geschäft, aber wie’s leider oft passiert: Der ganz große Durchbruch ist ihm nie gelungen. Aber vielleicht hebt er ja diesmal mit seinem Album „Step into the Earthquake“ die Welt aus ihren fest gefügten Angeln.

Editors, Tote Hosen und Neil Young

Die Editors fühlen sich nach sechs Alben bereits reif dafür, eine Best-of-Kompilation namens „Black Gold“ vorzulegen; ehrlich gesagt könnte man da aber auch zum Album „Swing the Heartache“ greifen, auf dem die Kultband Bauhaus sehr ähnlich klingende Musik zu einem Best-Of bereits vor exakt dreißig Jahren versammelt hat.

Die Toten Hosen sind an diesem Freitag mit ihrem Album „Alles ohne Strom“ am Start, bei dem es sich, wie man anhand des Titels zu Recht unkt, um ein Unplugged-Album handelt. Eine große Geschichte zu der Düsseldorfer Band findet sich auf Seite 3 unserer heutigen Ausgabe.

Der große Kanadier Neil Young wiederum legt erstmals seit zwölf Jahren ein Album mit seiner Band Crazy Horse vor. Eine ausführliche Besprechung folgt.

Und natürlich erscheinen daneben noch viele andere neue Alben an diesem Freitag, dem 25. Oktober.