PR-Experte Dirk Metz Mappus’ Einflüsterer berät nun Merz

Der PR-Berater hat auch den ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus beraten. Foto: Heinz Heiss/Heinz Heiss

Einst beriet er Stefan Mappus, der daraufhin den „starken Mann“ herauskehrte. Nun arbeitet der PR-Experte Dirk Metz mit seiner Agentur für die Bundes-CDU – mit welchem Auftrag?

Titelteam Stuttgarter Zeitung: Andreas Müller (mül)

Die Personalie ließ manchen in der Landespolitik aufhorchen. Dirk Metz (66) sei mit seiner PR-Agentur neuerdings für die Bundes-CDU tätig – das weckte in Baden-Württemberg prompt Erinnerungen. Auch dort engagierte sich der Vertraute des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch einst für einen CDU-Mann: den Kurzzeit-Regierungschef Stefan Mappus. Steht er auch als Berater von Friedrich Merz nun für einen konservativeren Kurs?

 

In Stuttgart wurde die Verpflichtung von Metz im Nachhinein als Zäsur wahrgenommen. Mappus habe sich seither offenbar ermuntert gefühlt, noch mehr den starken Mann herauszukehren. Mit fatalen Folgen: Erst kam der Polizeieinsatz am Schwarzen Donnerstag im Schlossgarten, dann der Geheimcoup zum Rückkauf der EnBW-Anteile. Beides war für den um seine Wiederwahl kämpfenden Pforzheimer wenig hilfreich. Nach der Niederlage verabschiedete sich auch sein Einflüsterer Metz. Er sei wohl nicht das Korrektiv gewesen, das Mappus dringend gebraucht hätte, hieß es in der CDU.

Mission nur für einige Wochen

Bei der Bundespartei erscheint Metz mit einer Kollegin ebenfalls in einer Phase, in der das Profil geschärft werden soll. Sichtbarer Ausdruck: der Austausch des sanften Generalsekretärs Mario Czaja durch den schneidigen Carsten Linnemann. Mit ihm will Merz offenbar stärker bei den konservativen Kernthemen Wirtschaft und innere Sicherheit punkten. Aus dem Adenauer-Haus gibt es auf die Frage nach Metz nur eine ausweichende Antwort: Externe Unterstützung zu holen sei durchaus üblich. Man äußere sich nicht zu „einzelnen Vertragsverhältnissen“ und internen Abläufen. Metz selbst ist da etwas offener: Seine Kollegin und er seien nur für „einige wenige Wochen“ engagiert. Ihr Auftrag: die Kommunikation rund um den Wechsel von Czaja zu Linnemann.

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