Preis der Leipziger Buchmesse Fünf Romane im Rampenlicht

In unserer Bildergalerie können Sie sich durch die Leipziger Selektion klicken. Foto: Stefan Kister

Die eigentliche Leipziger Buchmesse fällt zum dritten Mal in Folge aus. Doch ihr Preis wird an diesem Donnerstag dennoch verliehen. Wir stellen die Kandidaten vor. Und auch sonst ist in der Messestadt in diesen Tagen einiges geboten.

Kultur: Stefan Kister (kir)

Von der eigentlichen Leipziger Buchmesse bleibt in diesem Jahr nur die Eröffnung übrig: die Vergabe des Leipziger Buchpreises an diesem Donnerstag. Der Rest ist wegen der so überraschenden wie umstrittenen Absage der großen Verlagskonzerne übergelaufen zu einer von den unabhängigen Verlagen organisierten Alternativveranstaltung vom 18. bis 20. März im Leipziger Stadtteil Connewitz.

 

Eine klare Favoritin

Leipzig schaut auf die Literatur, Frankfurt auf die Leser. So könnte man die traditionelle Gebietsaufteilung bei den Preisen der beiden Buchmessen beschreiben. Natürlich ist das wie jede Schematisierung Quatsch. Erstens schert sich eine gute Jury nicht um Traditionen. Zweitens ist gute Literatur immer auf der Seite der Leser.

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Trotzdem hätte wohl niemand die diesjährige Leipziger Selektion vorher auf dem Zettel gehabt, mit einer großen Ausnahme: Emine Sevgi Özdamar, deren großem Lebensbuch man alle Buchpreise dieser Welt wünschen würde. In unserer Bildergalerie stellen wir die Romane, die an diesem Donnerstag ins Rennen gehen, vor.

Lesen Sie aus unserem Angebot: Im Würgegriff der Verlagskonzerne

Die nominierten Sachbücher und Übersetzungen

Sachbuch
Horst Bredekamp: Michelangelo. Verlag Klaus Wagenbach. Hadija Haruna-Oelker: Die Schönheit der Differenz. Miteinander anders denken. btb-Verlag. Christiane Hoffmann: Alles, was wir nicht erinnern. Zu Fuß auf dem Fluchtweg meines Vaters. Verlag C. H. Beck. Juliane Rebentisch: Der Streit um Pluralität. Auseinandersetzungen mit Hannah Arendt. Suhrkamp-Verlag. Uljana Wolf: Etymologischer Gossip. Essays und Reden. kookbooks.

Übersetzung
Irmela Hijiya-Kirschnereit übersetzte aus dem Japanischen: Dornauszieher. Der fabelhafte Jizō von Sugamo. Von Hiromi Ito. Matthes & Seitz.

Stefan Moster übersetzte aus dem Finnischen: Im Saal von Alastalo. Eine Schilderung aus den Schären. Von Volter Kilpi. Mareverlag. Andreas Tretner übersetzte aus dem Russischen: Wunderkind Erjan. Von Hamid Ismailov. Friedenauer Presse.

Helga van Beuningen übersetzte aus dem Niederländischen: Mein kleines Prachttier. Von Marieke Lucas Rijneveld. Suhrkamp-Verlag. Anne Weber übersetzte aus dem Französischen: Nevermore. Von Cécile Wajsbrot. Wallstein-Verlag.

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