Projekt der Bürgerstiftung Bänke für Backnang

Von art 

Ein Spendenprojekt der Bürgerstiftung soll rund 30 000 Euro einbringen, die ersten Sitzgelegenheiten könnten bereits im April installiert werden.

Die Bürgerstiftung startet das Projekt Bänke für Backnang (Symbolbild) Foto: dpa
Die Bürgerstiftung startet das Projekt Bänke für Backnang (Symbolbild) Foto: dpa

Backnanag - Eigentlich sammelt die Bürgerstiftung Backnang seit ihrer Gründung im Jahr 2007 Geld damit das Stiftungskapital wächst und wächst. Bis dato sind laut Auskunft des Vorsitzenden Ulrich Schielke auf diese Weise ziemlich genau 300 000 Euro zusammengekommen. Nur die Zinsen, die das angelegte Kapital abwirft, werden ausgeschüttet. Manchmal indes werden außer der Reihe Einzelprojekte ins Leben gerufen, 2011 zum Beispiel wurden die Menschen aufgefordert, Geld zu geben für die Opfer des verheerenden Hochwassers.

Jetzt hat Schielke in der jüngsten Sitzung des Backnanger Gemeinderats ein neues Einzelprojekt vorgestellt: Bürgerbänke für Backnang. Zunächst sollen fünf „hochwertige“ Bänke aus Hartholz und aus Stahl aufgestellt werden, drei auf dem Marktplatz sowie jeweils eine Bank im Petrus-Jacobi-Weg und in der Fußgängerzone gleich neben dem offenen Bücherregal, das ebenfalls von der Stiftung betreut wird. Später seien dann noch weitere Bänke geplant. Auf dem Markgrafenhof neben der Galerie der Stadt beispielsweise, Im Biegel in derNähe der Backnanger Stadtbücherei sowie im Bereich des Murrufers unterhalb des Burgbergs.

Rund 30 000 Euro müssten zusammenkommen, erklärte Schielke. Einen Gutteil der Summe hat die Stiftung offenbar schon eingenommen, deshalb sei es voraussichtlich möglich, die ersten Bürgerbänke bereits im April diesen Jahres zu installieren. Eine der Bänke soll mit Hilfe von Kleinstspenden finanziert werden, diese solle mit den Worten „gespendet von den Bürgern“ beschriftet werden. Wer mehr Geld fü die Backnanger Bänke geben wolle – 600 oder 800 Euro – könne sich mit einer Handvoll anderen Spendern zusammentun. Die Namen dieser Bürger würden dann auf einer Plakette auf der betreffenden Bank genannt. Die Bänke sollten die Menschen einladen zum Innehalten. „Es lohnt sich, Platz zu nehmen und den Blick auf die Stadt zu genießen“, sagt Schielke. Es sei überdies möglich, die Bänke zu demontieren, etwa während des Straßenfests, wenn der Platz benötigt werde.

Der Backnanger Baudezernent Stefan Setzer erklärte, dass er immer wieder von Bürgern angesprochen werde, die sich mehr Sitzgelegenheiten in der Stadt wünschten. Alle Stadträte, die sich zu Wort meldeten, lobten denn auch das Projekt der Bürgerstiftung in den höchsten Tönen. Willy Härtner (Grüne) erinnerte an seine Haushaltsrede: Er habe im Herbst 2018 vorgeschlagen, marode Bänke im Stadtgebiet zu ersetzen und auch andernorts neue aufzustellen. Heinz Franke (SPD) regte an, Bankpaten zu benennen, die sich um Sauberkeit rund um die neuen Bürgerbänke kümmern sollen.

Anlässlich der Aufstellung einer neuen Bank werde es immer eine kleine Einweihungsfeier geben, versprach Schielke. Alle Spender würden außerdem auf der Homepage der Stiftung genannt. Alle Bänke gehen mit der Aufstellung in das Eigentum der Stadt über, die für die Wartung und die Sicherheit zuständig ist.