Promi-Kolumne B-Note Madonnas Privileg

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Abseits des roten Teppichs lauern Fettnäpfchen, manchmal sogar Abgründe. Wir spüren sie auf. Heute: Madonnas aufsehenerregendes Outfit bei der MET-Gala in New York

Provokation ist Madonnas Markenzeichen – trotzdem regen sich alle über ihr Outfit auf. Foto: AP
Provokation ist Madonnas Markenzeichen – trotzdem regen sich alle über ihr Outfit auf. Foto: AP

New York - Sie hat es wieder getan: Madonna, Queen of Pop und Provokation, hat sich mit ihrem Outfit bei der MET-Gala in New York zum Gesprächsthema Nummer Eins gemacht. Jedes Jahr lädt die „Vogue“-Chefin Anna Wintour zu der Benefizveranstaltung im New Yorker Metropolitan Museum of Art. Die Stars gewanden sich die dafür besonders extravagant.

Madonna schoss den Vogel ab: das Motto „Mode im Zeitalter der Technologie“ interpretierte sie auf ihre Art und erschien in einem, ja in was eigentlich? Einer freizügigen Korsage in Kombination mit einem Spitzenumhang? Einer Art Bondage-Body, der den Blick auf abgeklebte Brüste und Pobacken frei ließ? Offiziell soll es ein Kleid im Gladiatoren-Stil von Givenchy gewesen sein. Was das mit Technologie zu tun hat, bleibt Madonnas Geheimnis ebenso wie sie es geschafft hat, sich in die überkniehohen Latex-Stiefel zu zwängen, mit deren Absätzen man ohne Weiteres die Schandmäuler, die sich nun über ihr Outfit lustig machen, um die Ecke bringen könnte.

Die Leute lästern über die exzentrische Diva

Es ist immer dasselbe: Madonna benimmt sich ungewöhnlich – wie unlängst als sie auf der Bühne betrunken von einem Dreirad fiel, ihren Schmerz über den Sorgerechtsstreit um Sohn Rocco zum Ausdruck brachte oder irgendetwas von Sex stammelte – und die Leute lästern über die exzentrische Diva, die einfach nicht in Würde altern will. Unangepasstheit scheint nur ein Privileg der Jugend zu sein. Das Outfit, das die 57-Jährige bei der MET-Gala präsentierte, hatte mit Anmut und Grazie nun so rein gar nichts zu tun, dafür mit Haltung und Überzeugung. Madonna macht einfach weiter wie immer, sie provoziert und gibt keinen Cent auf das Geschwätz der anderen. Und so lange sie das schafft, macht sie alles richtig. Schließlich gibt es kaum eine größere Absage an einen Star als nicht mehr im Gespräch zu sein.




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