Auch die letzten Punks sollen das Protestcamp in Sylt nun verlassen haben. Noch 20 Personen sollen zuletzt vor dem Rathaus kampiert haben. Der Fall hat auch die Gerichte beschäftigt.

Die letzten Punks des ehemaligen Protestcamps auf Sylt haben am Mittwochvormittag freiwillig ihr Lager geräumt. „Das Camp ist leer“, sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei, die mit mehreren Dutzend Beamten vor Ort gewesen war, hat demnach nicht eingreifen müssen.

Bevor die knapp 20 Punks das Camp im Park vor dem Rathaus verließen, hatte Bürgermeister Nikolaus Häckel sie dreimal aufgefordert, den Ort bis zu einer bestimmten Uhrzeit zu räumen. Wären sie bis dahin nicht freiwillig gegangen, hätte die Polizei eingegriffen.

Das Camp beschäftigte auch die Gerichte

Dass das Camp geräumt werden musste, steht schon länger fest. Zuletzt hatte das Oberverwaltungsgerichts (OVG) in Schleswig am Montag eine Beschwerde der beiden Versammlungsleiter gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts abgelehnt. Das Verwaltungsgericht hatte in der Woche zuvor eine Auflösung für rechtmäßig erklärt und damit eine entsprechende Entscheidung des Kreises Nordfriesland bestätigt.

Auch die Hochzeit von Finanzminister Christian Lindner Anfang Juli nahmen einige Punks bereits zum Anlass, auf der Insel zu protestieren und zu campen. Die Polizei musste damals mehrere Platzverweise aussprechen.