Proteste gegen türkische Militäroffensive Erneute Demo in Stuttgart – mehrere Festnahmen

Von red/ ala 

Auch am Sonntag zogen wieder Hunderte Demonstranten durch die Stuttgarter Innenstadt. Sie protestierten gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien. Die Polizei war im Einsatz und nahm mehrere Teilnehmer fest.

Auch am Sonntag war die Polizei in Stuttgart mit den Protesten gegen die   türkische Militäroffensive beschäftigt (Archivbild). Foto: dpa/Sebastian Gollnow 6 Bilder
Auch am Sonntag war die Polizei in Stuttgart mit den Protesten gegen die türkische Militäroffensive beschäftigt (Archivbild). Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Stuttgart - Erneut war die Polizei am Sonntagabend anlässlich einer Kundgebung in der Stuttgarter Innenstadt im Einsatz. Zeitweise befand sich diesbezüglich auch ein Polizeihubschrauber über dem Stadtgebiet. Doch am Sonntag blieb die Lage im Vergleich ruhig.

Laut Polizei versammelten sich mehrere Hundert Menschen gegen 17.30 Uhr in der Innenstadt, um wie bereits an den Vortagen gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien zu protestieren. Nach einer Auftaktkundgebung auf dem Schlossplatz zogen die Teilnehmer gegen 19 Uhr über die Königstraße, Kronenstraße, Lautenschlager Straße und wieder über die Bolzstraße zurück zum Schlossplatz.

Nach einer Abschlusskundgebung beendete der Versammlungsleiter gegen 19.30 Uhr die Demonstration. Im Anschluss an das Demonstrationsgeschehen erkannten Einsatzbeamte einen Mann wieder, der im Verdacht steht, am Samstag an einem besonders schweren Fall des Landfriedensbruchs beteiligt gewesen zu sein. Beamte nahmen den Tatverdächtigen noch auf dem Schlossplatz vorläufig fest. Ein weiterer Mann wurde unter anderem wegen versuchter Körperverletzung und Widerstand gegen Polizeibeamte festgenommen. Derzeit dauert der Polizeieinsatz noch an.

Einige Demonstranten reagierten aggressiv

Insbesondere am Freitag und am Samstag kam es in Zusammenhang mit den politischen Entwicklungen und dem jeweiligen Demonstrationsgeschehen zu rund 40 Gewahrsamsmaßahmen gegen ehemalige Versammlungsteilnehmer. Diese zogen nach Beendigung der eigentlichen Versammlung in Kleingruppen durch das Stadtgebiet.

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Auf das Auftreten der Einsatzkräfte reagierten diese äußert aggressiv und bewarfen die Einsatzkräfte mit Böllern und Gegenständen.

Insgesamt sprachen die Beamten rund 120 Platzverweise aus. Über 20 Polizeibeamte erlitten während des Einsatzes Verletzungen, hauptsächlich handelt es sich dabei um Knalltraumata und Prellungen.

Polizei ermittelt unter andrem wegen Körperverletzung

Ein Beamter musste aufgrund seiner Verletzungen den Dienst umgehend beenden. Gegen eine Vielzahl von Personen leiteten die Beamten Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzungen, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen ein. Darüber hinaus ermittelt die Polizei in mehr als ein Dutzend Fällen wegen des Verdachts des besonders schweren Landfriedensbruchs.

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