Provenzalische Krippe in Herrenberg Maria und Josef stammen aus Marseille

Von wi 

In der Stiftskirche ist in der Weihnachtszeit die Provenzalische Krippe von Gerhard Raff ausgestellt.

550 Figuren aus Terrakotta, darunter viele Handwerker wie Korbmacher bevölkern die Provenzalische Krippe. Foto: factum/Weise 5 Bilder
550 Figuren aus Terrakotta, darunter viele Handwerker wie Korbmacher bevölkern die Provenzalische Krippe. Foto: factum/Weise

Herrenberg - Weit über die Grenzen Württembergs ist sie bekannt: die provenzalische Krippe des Stuttgarters Gerhard Raff. Seit diesem Wochenende steht sie nun in der Herrenberger Stiftskirche – und das noch bis Anfang Februar.

550 Figuren aus Terrakotta gehören zum Ensemble. Diese hat ihr Besitzer, der bekannte Historiker und Autor Gerhard Raff, der auch regelmäßig Kolumnen für unsere Zeitung verfasst, in den vergangenen Jahrzehnten nach und nach gesammelt. Anfang der 1960er Jahre kaufte er, damals noch als Schüler, die ersten Figuren: Maria, Josef, das Jesuskind, Ochs, Esel und den Verkündigungsgengel. In der Satteltasche seines Fahrrads brachte er sie über die Grenze. Die allermeisten der Figuren stammen aus der Marseiller Manufaktur von Marcel Carbonel. Später reiste Raff mit dem Moped, der Bahn oder auch per Anhalter nach Frankreich. Stets brachte er neue Terrakotta-Skulpturen mit. Raff versteht die Figürchen durchaus als Botschafter der deutsch-französischen Freundschaft. Auch Handwerker finden sich unter den Figuren, außerdem eine Marktfrau, die Raff in Auftrag gegeben und seiner Mutter nachempfunden hat. Schon an etlichen Orten ist die Krippe zu sehen gewesen, unter anderem im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe.




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