Prozess in Ravensburg Angeklagter gesteht Erpressung mit vergifteter Babynahrung

Von red/dpa 

Fünf Gläser Babynahrung soll ein Mann vergiftet haben, der in Ravensburg vor Gericht steht. Die Vergiftung gesteht er ein, Mörder will er aber nicht sein.

Ein 54-Jähriger steht am Landsgericht Ravensburg unter Anklage. Ihm wird vorgeworfen, Babynahrung vergiftet zu haben und dadurch Geld erpressen zu wollen. Foto: dpa
Ein 54-Jähriger steht am Landsgericht Ravensburg unter Anklage. Ihm wird vorgeworfen, Babynahrung vergiftet zu haben und dadurch Geld erpressen zu wollen. Foto: dpa

Ravensburg - Ein mutmaßlicher Supermarkt-Erpresser hat vor dem Landgericht Ravensburg gestanden, fünf Gläser mit Babynahrung vergiftet zu haben. „Ich möchte mich aber nicht zum Mörder machen lassen“, heißt es in einer schriftlichen Einlassung des Angeklagten, die sein Verteidiger am Montag vortrug. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 54 Jahre alten Mann versuchten Mord in fünf Fällen vor - außerdem versuchte besonders schwere räuberische Erpressung in sieben Fällen und gemeingefährliche Vergiftung (Az: 1 Ks 31 Js 20283/17).

Der Mann hatte schon nach seiner Verhaftung im Herbst 2017 zugegeben, Gift in Gläser gemischt und diese in Läden in Friedrichshafen am Bodensee platziert zu haben. Mit der Babynahrung wollte er nach eigenen Angaben „größtmögliche Aufmerksamkeit erreichen“ und seiner Forderung nach 11,75 Millionen Euro Nachdruck verleihen.