Radfahren in Italien Algund - Willkommen im Bike-Paradies

Von red 

Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Biken von Anfang März bis Ende Oktober im sonnenverwöhnten Meraner Land, direkt am Transalp-Radweg "Via Claudia Augusta."

Talradfahren entlang der historischen Römerstraße Via Claudia Augusta Foto: Christian Gufler
Talradfahren entlang der historischen Römerstraße Via Claudia Augusta Foto: Christian Gufler

Das Gartendorf Algund liegt am zentralen Startpunkt für Talradtouren in den Vinschgau, das Etschtal oder das Passeiertal. Ein echter Renner ist die Route in westlicher Richtung durch den Vinschgau auf der Via Claudia Augusta, der römischen Kaiserstraße von Italien durch die Alpen in den Norden.

Von Algund geht es an den bekannten Trauttmansdorffer Thronsesseln am Hochkreuz vorbei bis zum bekannten Reschensee mit dem aus dem Wasser ragenden Kirchturm von Altgraun. Auf der rund 70 Kilometer langen Strecke lohnt sich alle paar Kilometer ein Kulturstopp: die Schlösser Juval und Kastelbell, die Churburg oder das Kloster Marienberg sind immer einen Besuch wert.

Ein weiterer beliebter Radweg ist der Etschtal Radweg, auch ein Teilstück der Via Claudia Augusta. Dieser Weg führt vom Bahnhof Lana-Burgstall bis in die Landeshauptstadt Bozen. Der Radweg schlängelt sich vorbei an den Dörfern des Etschtales sowie an zahlreichen Burgen und Schlössern an den Hängen der Berge. Im südlichen Abschnitt in der Nähe der Burg Sigmundskron eröffnet sich ein grandioser Rundblick auf die Dolomiten.

Quelle: Vinschgau Marketing/Kirsten-J. Sörries

Mit der Seilbahn auf die schönsten Mountainbiketrails

Vom Freibad Algund aus fährt man fünf Kilometer die alte römische Kaiserstraße Via Claudia Augusta entlang bis zur Talstation der Seilbahn Aschbach. Mit der Seilbahn ist man - samt Bike - in kürzester Zeit auf 1360 Metern Meereshöhe im Algunder Ortsteil Aschbach und atmet frische und gesunde Bergluft. Aschbach ist ein idealer Ausgangspunkt für unvergessliche Mountainbiketouren in der Südtiroler Bergwelt.

Eine von vielen Strecken ist die Fahrt auf die auf 1922 Metern Höhe gelegene Naturnser Alm, die man nach ungefähr fünf Kilometern erreicht. Insgesamt sind demnach bis zur Naturnser Alm 600 Höhenmeter zu bewältigen. Nach dem obligatorischen Speckbrettl geht es wieder ein Stück bergauf. Es erfolgt die Weiterfahrt zur St. Vigilius Kirche auf 1793 Meter Meereshöhe mit einem sagenhaften Ausblick auf die Berge des Weltnaturerbes Dolomiten wie etwa den Rosengarten, den Schlern, den Langkofel, den Latemar sowie auf das Weiß- und Schwarzhorn aber auch auf die Texelgruppe mit Tschigot und Mutspitze. Danach fährt man wieder über eine Forststraße zurück nach Aschbach und wird mit einer rasanten Talfahrt belohnt.

Diese Tour ist vor allem im Hochsommer empfehlenswert, wenn es im Tal sehr heiß ist. Die reine Fahrzeit dieser als mittelschwer einzustufenden Mountainbiketour beträgt ungefähr dreieinhalb Stunden wobei 750 Höhenmeter bergauf und anschließend 1600 Höhenmeter bergab zu bewältigen sind. Paradiesisch also für alle begeisterten Mountainbiker.