Gleichwohl legt sich die Bundestrainerin öffentlich weiterhin nicht fest. "Für mich sind die letzten Eindrücke im Training noch einmal sehr wichtig. Ich habe nur etwa 65 Prozent der Startelf im Kopf", beteuerte Neid. "Gerade in der Offensive haben wir viele Alternativen. Diese Flexibilität macht uns stark", verriet sie nur. "Es geht darum, wer am Sonntag 100 Prozent Leistung bringen kann."

Die Stimmung im Team sei "eigentlich ganz gut", meinte Behringer, "ich bin relativ entspannt". Und auch Bajramaj gab sich trotz des Rummels um ihre Person locker, gelöst und humorvoll. Auf der Pressekonferenz schnappte sie sich das Journalisten-Mikrofon: "Wie lange brauchst du denn, um dich morgens fertig zu machen?" Und Kulig konterte schlagfertig: "Nicht so lange wie du."

Zur Entspannung wurde "GPS-Challenge" absolviert

Um vor dem Eröffnungsspiel noch etwas Ablenkung zu finden, stand als Teambuilding-Maßnahme für den Nachmittag ein Ausflug ins Berliner Umland auf dem Programm. In vier Gruppen aufgeteilt mussten die Spielerinnen mit Navigationsgeräten ausgestattet eine "GPS-Challenge" absolvieren und Aufgaben lösen. "Das ist eine tolle Abwechslung", freute sich Bajramaj auf den Ausflug ins Grüne.

Wichtiger allerdings ist die Orientierung auf dem Platz gegen Kanada. Die DFB-Elf kann den Start der Gold-Mission nach neunwöchiger Vorbereitung kaum noch abwarten. "Jeder freut sich auf das Spiel. Nun könnte es auch endlich losgehen, sonst verzweifeln wir", betonte Behringer. Und auch Okoyino da Mbabi zählt bereits die Stunden. Es sei wie vor der Bescherung an Weihnachten. "Man weiß, man bekommt was Tolles geschenkt, aber darf es eben erst aufmachen, wenn der Weihnachtstag da ist. So ist das bei uns mit dem Eröffnungsspiel."