Razzia gegen Islamisten Agenten der Mullahs

Besuch von der Polizei: die Blaue Moschee in Hamburg, Keimzelle eines islamistischen Milieus, das vom Iran aus gesteuert wird. Foto: dpa/Daniel Bockwoldt

Die Razzia gegen iranisch inspirierte Islamisten ist überfällig – und keineswegs ein muslimfeindlicher Akt, meint StZ-Autor Armin Käfer.

Titelteam Stuttgarter Zeitung: Armin Käfer (kä)

Kurz nach dem Terrorakt der Hamas hat Israels Botschafter in Deutschland davor gewarnt, auch bei uns eine Art Gaza entstehen zu lassen. Damit hat er das Verhetzungspotenzial hiesiger Islamisten grob überzeichnet. Wie groß deren Einfluss allerdings schon ist, lässt sich bei zahllosen Demos auf deutschen Straßen beobachten, bei denen der Hass auf Israel und die Juden zelebriert wird. Eine Keimzelle solcher Ideologie hat die Polizei bei einer Razzia am Donnerstag durchleuchtet: die Blaue Moschee in Hamburg und ihre Filialen quer durch die Republik – Agenturen des iranischen Mullahregimes.

 

Der Einsatz kommt spät genug, schließlich wird die Szene seit Jahrzehnten vom Verfassungsschutz beobachtet. Die Behörden haben wie im Falle des erst jüngst angeordneten Betätigungsverbots für Hamas-Fans zu lange gezögert, bis sie sich zu der nötigen Entschlossenheit durchringen konnten. Auch die Außenministerin hegte allzu lange Nachsicht mit den Tyrannen in Teheran. Die Razzia ist jedenfalls kein antimuslimischer Akt. Muslime können hier frei und in Frieden leben – sofern sie respektieren, dass auch Juden ein Recht darauf haben.

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