Recycling Was in den gelben Sack gehört – und was nicht

Von AfP/ZZ 

Immer wieder landen wertvolle Rohstoffe im Restmüll oder werden verbrannt, weil sie nicht richtig sortiert werden. Doch was genau kommt eigentlich alles in den gelben Sack – und wie sortiert man richtig? Die wichtigsten Punkte dazu.

  Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
  Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Frankfurt - Immer mehr Einzelhändler starten Aufklärungskampagnen zur richtigen Mülltrennung von Produktverpackungen. Vielerorts landen nämlich wertvolle Rohstoffe im Restmüll oder werden verbrannt, weil sie nicht richtig sortiert wurden. Umgekehrt werden oft genug Dinge im Gelben Sack entsorgt, die dort nicht hineingehören. Um das zu verhindern, müssen Verbraucher den Gelben Sack oder die Wertstofftonne richtig befüllen.

Was gehört in den Gelben Sack?

Gelbe Tonne und Gelber Sack sind laut dem Recycling-Unternehmen Grüner Punkt „exklusiv für Leichtverpackungen aus Metall, Verbundmaterial und Kunststoff reserviert“. Dazu gehören etwa Getränke- und Konservendosen, Joghurtbecher samt (abgetrenntem) Deckel, Getränkekartons, Verpackungsfolie, Plastiktüten und Plastikflaschen, Styroporverpackungen und Zahnpastatuben. Auch Spraydosen und Flaschen mit starken Putzmitteln gehören in den Gelben Sack. Nicht hinein gehören beispielsweise CDs, Elektrogeräte, Einwegrasierer, Feuerzeuge, Spielzeug, Klarsichthüllen, Kugelschreiber, Luftmatratzen, Pflaster und Verbandsmaterial, Styroporreste (etwa vom Bau) oder Zahnbürsten.

Was ist der Unterschied zur Wertstofftonne?

Einige Kommunen stellen Wertstofftonnen bereit. In diese können auch sogenannte materialgleiche Nicht-Verpackungen entsorgt werden. Dabei handelt es sich um Plastikspielzeug, Schrauben, Töpfe und Pfannen, Zahnbürsten oder Werkzeug. In einigen Kommunen ist auch die Entsorgung von Altholz oder kleineren Elektrogeräten möglich. Informationen dazu, was in die jeweilige Tonne gehört, finden sich auf den Internetseiten der Kommunen oder der Entsorger. Langfristig soll die Wertstofftonne bundesweit eingeführt werden. Wer keine Wertstofftonne hat, dem rät die Umweltorganisation Nabu zu sogenannten intelligenten Fehlwürfen, um wichtige Rohstoffe zu erhalten: „Schmeißen Sie ruhig auch Plastik und Metalle in die Gelbe Tonne, auch wenn es keine Verpackungen sind“, heißt es auf der Nabu-Internetseite. Ein Beispiel sind Plastikklobürsten.

Was gilt es zu beachten?

Alle Verpackungen sollten leer sein – ausspülen müssen Verbraucher sie allerdings nicht. Der Joghurtdeckel sollte zudem vom Becher abgetrennt werden, Plastikfenster von Brötchentüten, Plastikhüllen von Werbeprospekten oder die Folie von Käse- und Wurstverpackung. Denn nur wenn die verschiedenen Materialien getrennt im Müll landen, können die Infrarotsensoren der Sortieranlagen sie erkennen und in den richtigen Recyclingprozess geben. Deshalb sollten auch Joghurtbecher nicht in Konservendosen gestapelt werden.

Was bedeutet der Grüne Punkt?

Vor 2009 war ein Grüner Punkt auf allen Materialien abgebildet, deren Entsorgungskosten der Hersteller bezahlte. Seit 2009 sind alle Verpackungserzeuger dem dualen System verpflichtet. Deshalb entscheidet nur das Material der Verpackung, welche Tonne richtig ist – nicht der Grüne Punkt. Seit 2009 muss das Zeichen nicht mehr abgebildet werden. Auf manchen Verpackungen wird es aber noch immer abgedruckt, was viele Verbraucher laut Nabu verwirrt.

Wie entsorgt man Altglas richtig?

Altes Glas gehört in den Altglascontainer – getrennt nach braunem, grünem und weißem Glas. Doch was soll man tun, wenn sich Braun nur schwer von Grün unterscheiden lässt – oder die Flasche blau ist? Im Zweifelfall wirft man solche Flaschen in den grünen Behälter. Deckel und Korken muss man entfernen und getrennt entsorgen.