Regionalkonferenz in Stuttgart SPD fordert eine Wohn-Iba

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Die SPD-Regionalkonferenz hat Thomas Leipnitz wiedergewählt. Der alte und neue Regionalvorsitzende übte scharfe Kritik an Grünen und CDU. Zugleicht forderten die Delegierten, dass bei der IBA Projekte für bezahlbaren Wohnraum im Vordergrund stehen müssten.

Alter und neuer Vorsitzender der Regional-SPD: Thomas Leipnitz (rechts). Auf dem Bild zusammen mit Martin Körner, SPD-Fraktionschef im Rathaus, sowie Regionalpräsident Thomas Bopp mit Frau (Mitte). Foto: Achim Zweygarth
Alter und neuer Vorsitzender der Regional-SPD: Thomas Leipnitz (rechts). Auf dem Bild zusammen mit Martin Körner, SPD-Fraktionschef im Rathaus, sowie Regionalpräsident Thomas Bopp mit Frau (Mitte). Foto: Achim Zweygarth

Stuttgart - Ein klares Bekenntnis zur Internationalen Bauausstellung (Iba) in Stadt und Region Stuttgart 2027 haben die Delegierten des SPD-Regionalparteitags abgelegt. In einem Antrag bekräftigen sie, dass dabei „neue Formen der interkommunalen und regionalen Zusammenarbeit gefunden werden“ müssten. Die Projekte sollten sich mit der Schaffung bezahlbaren Wohnraums befassen, forderte der Regionalvorsitzende Thomas Leipnitz, der wie seine Stellvertreterinnen Bettina Frick und Sima Arman-Beck wiedergewählt wurde.

Zieger fordert dichte Bebauung

Walter Rogg, Geschäftsführer der regionalen Wirtschaftsfördergesellschaft, und der Esslinger OB Jürgen Zieger wiesen auf den großen Mangel an bezahlbarem Wohnraum in der Region hin. Zieger sprach von der Iba als „ursozialdemokratischem Thema“, weil die Menschen dorthin kämen, wo die Arbeitsplätze seien und dort Wohnraum suchten. Er forderte eine dichtere und höhere Bebauung. Wie ein Iba-Projekt aussehen könnte, zeigte Zieger am Esslinger Beispiel: Dort soll das PH-Gebäude unter Umständen nicht abgerissen, sondern neu für Wohnen genutzt werden: „Die Fragestellung ist, wie verwandle ich Betonhochhäuser in Wohngebäude, die ästhetisch attraktiv und hochfunktional sind.“

Verkehrspolitik im Visier

Leipnitz übte scharf Kritik an der Landesregierung, die kein Konzept zur Bewältigung der Mobilitätsprobleme habe. „Kein Geld für einen Ausbau des ÖPNV, stattdessen Forderung der CDU nach Straßenbau und eine grüne Partei in der Region, die seit dem Amtsantritt des grünen OB im Stuttgarter Rathaus ihr Herz für jährliche Tariferhöhungen im VVS entdeckt hat“, sagte er.