Remseck Nachfolger dringend gesucht

Von Julian Illi 

Das Lise-Meitner-Gymnasium findet keinen neuen Rektor – und das ist kein Einzelfall. Der noch amtierende Schulleiter sieht unter anderem die mangelnde finanzielle Attraktivität und den steigenden Druck auf Rektoren als Grund für die (noch) unbesetzte Stelle.

Unbefugte dürfen nicht aufs Schulgelände, Rektoren schon. Nur: es findet sich niemand, der den Job am Lise-Meitner-Gymnasium übernehmen will. Foto: factum/Bach
Unbefugte dürfen nicht aufs Schulgelände, Rektoren schon. Nur: es findet sich niemand, der den Job am Lise-Meitner-Gymnasium übernehmen will. Foto: factum/Bach

Remseck - Zum Abschied gab es für Hartmut Riedel noch einmal viele freundliche Worte. Michael Kilper, der für die Gymnasien zuständige Abteilungsdirektor im Stuttgarter Regierungspräsidium, lobte Riedels Arbeit als Schulleiter des Lise-Meitner-Gymnasiums, auch der Remsecker Oberbürgermeister Dirk Schönberger bedankte sich für die Zusammenarbeit. Und doch fehlte ein Tagesordnungspunkt bei der Veranstaltung in der vergangenen Woche in der Gemeindehalle Neckargröningen: die Vorstellung eines Nachfolgers. Denn den gibt es aktuell nicht.

Wenn Hartmut Riedel in wenigen Tagen in Rente geht, übernimmt der bisherige Stellvertreter Wolfgang Zieher kommissarisch die Geschäfte. Allerdings nur für maximal ein Jahr – dann geht auch Zieher in den Ruhestand.

Die Bewerberzahl liegt oft zwischen null und eins

Um den Führungswechsel reibungslos hinzubekommen, wurde die Stelle des Schulleiters rechtzeitig ausgeschrieben, doch trotz monatelanger Suche fand sich am Ende kein geeigneter oder interessierter Kandidat. Nun hat das Regierungspräsidium, das für die Aufsicht über die Gymnasien zuständig ist, den Posten erneut ausgeschrieben.

Hartmut Riedel überrascht das alles nicht: „Es ist heutzutage sehr schwierig, interessierte Bewerber zu finden“, sagt er. Oftmals liege die Anzahl der Bewerber zwischen null und eins. Dass es jetzt auch an seinem Gymnasium nicht auf Anhieb mit einem Nachfolger geklappt hat, hat für Riedel vor allem strukturelle Gründe. „Es liegt nicht daran, dass die Schule einen schlechten Ruf hätte“, sagt er.




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