Renningen: Neue Stelle für Schulsozialarbeit Ein zusätzlicher Ansprechpartner für Kinder

Von Kathrin Klette 

Der Gemeinderat beschließt, eine neue Vollzeitstelle in der Schulsozialarbeit einzurichten.

Schulsozialarbeiterin Peggy Simmert weiß, dass es selbst an Grundschulen immer mehr Mobbingfälle gibt. Foto: factum/Granville
Schulsozialarbeiterin Peggy Simmert weiß, dass es selbst an Grundschulen immer mehr Mobbingfälle gibt. Foto: factum/Granville

Renningen - Sie sind Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche, helfen bei der Integration und organisieren Projekte rund um den Schulalltag: Sozialarbeiter ­haben eine wichtige Stellung an heutigen Bildungseinrichtungen, und der Bedarf wächst. Auf einen Antrag der Frauen für Renningen hin richtet die Stadt nun eine zweite Vollzeitstelle in der Schulsozialarbeit ein, damit auch die Grundschulen abgedeckt sind. Der Gemeinderat folgte einstimmig dem abschließenden Beschlussvorschlag der Verwaltung. Die ­Kosten liegen bei circa 55 000 Euro pro Jahr, etwa 16 700 Euro davon erhält die Stadt als Zuschuss vom Land.

Die Schulsozialarbeit wurde im Schuljahr 2012/13 am Bildungszentrum Renningen eingerichtet, und zwar für die ­Werkreal- und Realschule sowie für das ­Gymnasium. Die Anstellung erfolgte über den Verein für Jugendhilfe im Landkreis Böblingen. „Dieses Angebot wird zwischenzeitlich sehr gut angenommen“, heißt es in der Beschlussvorlage. Auf den Antrag der Frauen für Renningen hin hat sich die Stadtverwaltung mit den Schul­leitern zusammengesetzt, um herauszufinden, ob noch weiterer Bedarf besteht. Und in der Tat: Vor allem im Bereich der Grundschule wurde dieser Bedarf „klar artikuliert und darum gebeten, eine Aufstockung ­vorzunehmen“, teilt die Verwaltung mit.

Ein Sozialarbeiter kommt auf 1850 Schüler

Die Aufstockung würde sich auch ­positiv auf das Zahlenverhältnis ­Schüler zu Sozialarbeiter auswirken. Denn im Landesdurchschnitt kommt immer ein ­Sozial­arbeiter auf 1000 Schüler. In Renningen sind es insgesamt um die 1850, verteilt auf die fünf verschiedenen Einrichtungen.

Die Arbeit speziell an Grundschulen unterscheidet sich noch einmal von der an weiterführenden Schulen, erklärt die derzeitige Schulsozialarbeiterin Peggy Simmert. „Die Kinder dort machen zum Beispiel erste Erfahrungen mit Leistungsbewertung.“ Zugleich seien sie natürlich noch nicht so selbstständig, „die Eltern werden deshalb stärker mit ins Boot geholt“.

Unabhängig vom Schulalltag möchten die Sozialarbeiter auch Ansprechpartner für diejenigen sein, die zu Hause Probleme haben – etwa weil sie mit häuslicher Gewalt zu kämpfen haben, oder Opfer von Mobbing sind. „Mobbing kommt selbst in der Grundschule immer öfter vor“, weiß Peggy Simmert. Diese Punkte unterstreicht Resi Berger-Bäuerle (FfR) noch einmal. Gerade die Opfer von Mobbing oder Gewalt seien nicht automatisch diejenigen, die im Schulalltag auffallen, deshalb sei es umso wich­tiger, dass diese einen Ansprechpartner hätten.




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