Renningen Schwimmclub bricht Lanze für ein Lehrbecken

Von kle 

Das Freibad ist keine Alternative für den Unterricht, sagt Ingo Eisenhardt.

Die Diskussion um ein mögliches Lehrschwimmbecken in Renningen bricht nicht ab. Foto: www.pixabay.com
Die Diskussion um ein mögliches Lehrschwimmbecken in Renningen bricht nicht ab. Foto: www.pixabay.com

Renningen - Wo sollen die Renninger Kinder das Schwimmen lernen? Im Freibad und in auswärtigen Bädern oder doch lieber in einem richtigen Schwimmbad direkt im Ort? Obwohl im Gemeinderat schon mehrfach abgelehnt, ist der Bau eines Lehrschwimmbeckens in Renningen trotzdem immer wieder ein Thema. Einzelne politische Fraktionen, die SPD und die Frauen für Renningen, bringen es regelmäßig zur Sprache, die neue Liste der FDP spricht sich ebenfalls für ein solches Angebot aus. Die Gegenseite argumentiert unter anderem mit dem Freibad als Alternative für den Schwimmunterricht und den hohen Folgekosten, zuletzt bei unserer Podiumsdiskussion „LKZ im Gespräch“ zur Kommunalwahl.

Diese beiden Argumente möchte Ingo Eisenhardt, der stellvertretende Vorsitzende des Renninger Schwimmclubs, so nicht stehen lassen. Zum einen was die Kosten angeht. Häufig sei da von einer halben Million Euro die Rede. „Das stimmt so nicht. Es kommt immer darauf an, wofür das Bad genutzt wird“, sagt Eisenhardt und verweist auf das Lehrschwimmbad in Rutesheim. Die jährlichen Kosten dort beziffert der Erste Beigeordnete Martin Killinger auf rund 300 000 Euro. Die Halle dort wird fast ausschließlich für Schulunterricht und Schwimmkurse sowie von Vereinen – darunter dem Renninger Schwimmclub – genutzt, einen öffentlichen Badebetrieb gibt es nur sehr eingeschränkt. Bei einem umfangreicheren öffentlichen Badebetrieb seien die Personalkosten natürlich deutlich höher. Größere Sanierungen etwa alle 15 Jahre müsse man ebenfalls mit einberechnen.

Nun muss man dazu sagen: Renningen hat bereits ein teures Schwimmbad. Nur eben ein Freibad. Eine Alternative zu einem richtigen Lehrschwimmbad kann das aber nicht sein, sagt Ingo Eisenhardt. „Da ist kein geregelter Schwimmbetrieb möglich. Geöffnet ist vier Monate im Jahr, die Hälfte davon sind Ferien.“ Für Schwimmanfänger sei das Wasser außerdem viel zu kalt, Unterricht sei nur für ältere Schüler möglich – wenn er nicht wegen schlechten Wetters auch mal ganz ausfallen muss. „Ich bin schon aufgrund meines Amtes für das Becken“, gibt er zu. „Aber ich halte es auch einfach für sinnvoll. Schwimmen steht auf dem Lehrplan, das wird leider gerne ignoriert.“




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