Der grüne Laserstrahl, den Trumpf an drei Abenden in der vergangenen Woche in den Himmel über Ditzingen geschossen hat, hat für ordentlich Gesprächsstoff in der ganzen Region gesorgt. Von wem und in welcher Dimension berichtet wurde, von wo es Lob und Kritik gab, davon berichtet Trumpf-Pressesprecher Manuel Thomä. Er blickt auch bereits in die Zukunft, die allerdings wohl zunächst ohne solche Mammutprojekte stattfinden wird.
Herr Thomä, wie waren die Resonanzen, die in Sachen Laser bei Ihnen angekommen sind?
Überwältigend, das kann man nicht anders sagen. Auch, dass zum Beispiel die Tagesschau darüber berichtet hat und Medien aus Frankreich und den USA, hat uns wirklich erstaunt. Die Reaktionen in der Öffentlichkeit waren phänomenal. Wir hatten auch immer Stau vor dem Tor, sobald der Laser anging. Jemand ist extra aus München hergefahren, um die Aktion zu verfolgen. Wir haben mindestens zwei Zuschriften pro Stunde bekommen mit Lob für das Projekt und mit Geburtstagsglückwünschen für das Unternehmen. Die Aktion hat offensichtlich die Region erfreut, genau wie unsere Mitarbeitenden und ihre Familien und Freunde.
In den Sozialen Medien ging es auch rund. Trumpf hatte ja dazu aufgerufen, Fotos zu posten.
Die Aktion hat einen irren Buzz auf Social Media erzeugt. Der Rapper MC Bruddaal hat beispielsweise etwas dazu gepostet.
In welcher Form kam Kritik bei Ihnen an?
Anfangs haben wir ein paar Zuschriften bekommen, in denen es vor allem um den Energieverbrauch ging. Am Ende ist es aber der Verbrauch von acht Haarföns pro Stunde gewesen. Insgesamt hat der Laser zusammengerechnet so viel Energie verbraucht, wie man mit einem Elektroauto bei einer Fahrt von Stuttgart nach Hamburg und zurück verbrauchen würde. Und schlussendlich haben sich die Menschen offensichtlich vor allem darüber gefreut.
Gab’s denn Probleme?
Das Wetter hat ja nicht immer mitgespielt, sodass wir den Laser erst mit einem Tag Verspätung einschalten konnten. Ab und zu mussten wir ihn aufgrund des Wetters auch phasenweise abschalten. Aber besonders schön war, dass er noch eine halbe Stunde vor dem Sonntag, dem eigentlichen 100. Trumpf-Geburtstag, leuchten konnte.
Trumpf hat bei dem Projekt mit dem Showlaser-Spezialisten Lightline zusammengearbeitet. Ist eine Kooperation für die Zukunft denkbar?
Tatsächlich arbeiten wir seit Längerem mit Lightline zusammen und haben dem Unternehmen auch schon Laser geliefert. Es ist eine gute Kundenbeziehung, die da existiert. Und so ein Mammutprojekt kann man nur mit absoluten Profis und mit einem starken Vertrauensverhältnis realisieren. Generell ist die Anzahl der Showlaser, die Trumpf verkauft, aber verschwindend gering. Das Spezialgebiet unseres Unternehmens sind die Industrielaser, und daran wird sich auch nichts ändern.
Wie kann man einen Laserstrahl, der mehrere Kilometer weit in den Himmel schießt und für ordentlich Gesprächsstoff sorgt, denn noch übertreffen?
Es war ja eine Aktion zum 100. Geburtstag. Und 100 Jahre alt wird man nur einmal. Man muss das also gar nicht toppen. Abgesehen davon hatten wir auch abseits des Lasers wunderbare Feierlichkeiten, zum Beispiel das Mitarbeiterfest mit den Fantastischen Vier. Ich glaube, in näherer Zukunft müssen wir uns da nicht übertreffen.