In diesem Artikel haben wir 8 Tipps für Sie zusammengefasst, um bei Hitze im Sommer die Wohnung richtig zu lüften.

Digital Unit: Lukas Böhl (lbö)

Egal zu welcher Jahreszeit, gelüftet werden muss immer. Dies hat gleich zwei wichtige Gründe:

  1. Luftaustausch: Die verbrauchte Raumluft sollte regelmäßig gegen Frischluft ausgetauscht werden.
  2. Entfeuchten: Die Luftfeuchtigkeit der Räume muss durch die Zufuhr von frischer Luft reguliert werden.

Im Sommer steht man jedoch vor dem Problem, dass bei großer Hitze die Wohnung unerträglich heiß wird, wenn man tagsüber die Fenster öffnet. Diese 8 Tipps helfen dabei, die Wohnung trotz der Hitze ausreichend zu lüften.

1. Im Sommer morgens und abends lüften

Tagsüber die Fenster zu öffnen, ist im Sommer keine gute Idee. An hitzigen Tagen erwärmt sich die Wohnung so schnell, dass man nach wenigen Minuten gefühlt in einer Sauna sitzt. Man sollte also möglichst in den kühleren Morgen- und Abendstunden lüften.

2. Bei Hitze querlüften

Wenn man im Sommer lüftet, sollte man alle Fenster in der Wohnung öffnen und für einen Durchzug sorgen. So kann die stickige Luft am besten entweichen und durch kühlere Frischluft am Morgen oder Abend ersetzt werden.

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3. Im Sommer nachts die Fenster offenlassen

Wer kann, sollte nachts die Fenster offenlassen. Denn meist erreichen die Temperaturen in den frühen Morgenstunden ihren Tagestiefpunkt. So ist die Wohnung beim Aufstehen schön kühl. Man sollte jedoch die Fenster sehr bald wieder schließen und die Wohnung abdunkeln, um die kühle Luft in den Räumen zu halten.

4. Abends die Schattenseite öffnen

Im Laufe des Tages wird die Raumluft in der Wohnung unausweichlich stickig. Ganz besonders, wenn man den ganzen Tag zuhause verbringt und elektrische Geräte benutzt. Um möglichst bald wieder frische Luft zu bekommen, kann man in den Abendstunden zunächst die Fenster auf der Schattenseite des Gebäudes öffnen, falls die Wohnsituation dies zulässt. Ansonsten empfiehlt es sich, bis nach dem Sonnenuntergang zu warten.

5. Türen beim Lüften öffnen

Wenn die Wohnung am Morgen oder in den Abendstunden gelüftet wird, sollte man alle Türen öffnen. Auch Schranktüren, die Türen zu Abstellkammern und sonstige Türen sollte man öffnen. Denn dort kann sich ebenfalls warme Luft sammeln. Die Innentüren sollte man am besten offenlassen, um für etwas Durchzug in der Wohnung zu sorgen.

6. Wie lange Lüften im Sommer?

Im Sommer sollte man morgens und abends 20 bis 30 Minuten querlüften, um die Luft in allen Wohnräumen einmal komplett auszutauschen.

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7. Raumpflanzen gegen stickige Luft

Pflanzen können das Raumklima verbessern, indem sie Schadstoffe aus der Luft filtern, schreibt die österreichische Umweltberatung. Somit lässt sich im Sommer tagsüber die Zeit bei geschlossenen Fenstern erträglicher machen. Denn die Luft wirkt weniger stickig. Es kommt hierbei allerdings auch auf die Anzahl und die Art der Pflanzen an. Welche Pflanzenarten sich besonders gut für welche Räume eignen, hat die Umweltberatung in Wien in dieser Broschüre zusammengefasst.

Achtung: Raumpflanzen können die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Wer ohnehin Probleme mit Feuchtigkeit hat, sollte also aufpassen. Ein Hygrometer kann dabei helfen, die relative Luftfeuchtigkeit im Raum zu überwachen. Laut Umweltbundesamt sollte sie zwischen 40 und 60 % liegen.

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8. Wenn Kühlgerät, dann Ventilator

Wenn durch Lüften keine Abkühlung entsteht und man mit einem Gerät nachhelfen will, sollte man sich für einen Ventilator entscheiden. Dieser ist nach Angaben der österreichischen Umweltberatung am günstigsten. Mit welchen Stromkosten ungefähr zu rechnen sind, lesen Sie in unserem Ratgeber „ Wie viel Strom verbraucht ein Ventilator?“.