Ringer Frank Stäbler als Meister der Motivation Wie man „Big Points“ des Lebens macht

Ringer-Weltmeister Frank Stäbler (im weißen T-Shirt)  mit seinen Kumpels beim Jungesellenabschied in Prag. Foto: Stäbler
Ringer-Weltmeister Frank Stäbler (im weißen T-Shirt) mit seinen Kumpels beim Jungesellenabschied in Prag. Foto: Stäbler

Junggesellenabschied in Prag, Trainingslager in Litauen: Vor seiner Hochzeit sammelt Ringer-Weltmeister Frank Stäbler auch noch als Motivationsvorbild Punkte im Netz. Zwischen seinen Flügen hat unser Kolumnist mit ihm gesprochen.

Lokales: Uwe Bogen (ubo)
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Stuttgart - Fühlen Sie sich, liebe Leserinnen und Leser, schlapp, haben schlecht geschlafen und können sich zu gar nichts aufraffen?

Na wunderbar! Dann haben Sie die besten Voraussetzungen, „Big Points“ in Ihrem Leben zu machen!

Ringer-WeltmeisterFrank Stäbler ist ein Meister der Motivation. Im Internet erklärt er in Videos, wie das mit den wichtigen Punkten funktioniert. Wenn man sich super fühle, könne jeder losjoggen und im Training über sich selbst hinauswachsen, findet er. Doch die „Big Points des Lebens“, sagt der 27-Jährige auf überzeugende Weise, erziele man erst, wenn es einem schlecht gehe und man trotzdem nicht liegen bleibe. Von seinem Trainer Andreas Stäbler habe er dies schon früh gelernt. Der Weltmeister hat viele Rückschläge hinnehmen müssen. Verletzungen haben seine Träume zerstört – doch neue Träume sind entstanden. Mit seinem unerschütterlichen Optimismus steckt er in Videos an. „Schmerz ist Schwäche, die den Körper verlässt“, erklärt der Musberger auf seiner Facebook-Seite. Und: „Dein stärkster Muskel ist dein Wille.“ Damit punktet er im Netz.

Am 1. Juli heiratet Frank Stäbler seine Sandra

Die „Big Points“ des Lebens macht gerade Frank Stäbler, in dem er besonders hart für die Ringer-WM in Paris trainiert. Im April hat er sich bei der deutschen Meisterschaft einen Riss des Innenbandes im rechten Knie zugezogen – doch sich schon wieder voll motiviert. Und obwohl sein Fokus ganz und gar auf dem Training liegt, vergisst der 27-Jährige nicht, dass es noch größere Punkte im Leben gibt. Die „Points“ des privaten Glücks! Und da läuft’s für Frank Stäbler top. Ein Weltmeistertitel kann nicht viel schöner sein.

Gerade erst haben ihn seine Musberger Kumpels nach Prag entführt. Die Tradition des Junggesellenabschieds will es, dass der Bräutigam vorher nix weiß. Er muss sich nur bereithalten. Stäbler landete für eine Nacht in der tschechischen Hauptstadt, während seine Sandra Musch von ihren Freundinnen nach Berlin gelotst wurde. Die Hochzeit ist am 1. Juli.

Wenig Zeit blieb zum „Ausnüchtern“

Am frühen Morgen nach einer unvergesslichen Prag-Nacht flogen Frank und seine Freunde zurück. „Es war der Hammer“, berichtet er. Viel Zeit blieb nicht. „Ein paar Stunden ausgenüchtert“, erzählt Stäbler, „und weiter ging’s.“ Weiter zum Trainingslager nach Litauen. „Das Timing ist nicht optimal“, sagt er, „aber in den WM-Vorbereitungen war’s nicht anders möglich.“ Auch das gehört zu einem, der „Big Points“ holt: „Manche Feste muss man einfach feiern, wie sie fallen.“

Für zwei Wochen trainiert Stäbler nun in Litauen. Erst am Wochenende vor der Hochzeit, die er in seinem geliebten Musberg feiert, kehrt er zurück.

Kurz vor seinem Abflug ins Baltikum hat der Ringer-Weltmeister mir verraten, was ihm an seiner Sandra am besten gefällt: „Dass sie mich liebt, wie ich bin, und ich mit ihr immer das Gefühl habe, die Welt erobern zu können.“

Ach, ist das schön! Dass er die Welt erobert, wünschen wir ihm von Herzen – mit seiner Sandra und in seinem Sport! Im Leben mag es Rückschläge geben. Mit „Big Points“ holt man sich wieder raus.




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