S-Bahn-Haltestelle Geradstetten Die Gleise sind jetzt stufenlos erreichbar

Von har 

Am Bahnhof in Geradstetten führt neuerdings eine Rampe barrierefrei zum Bahnsteig an Gleis zwei.

Endlich barrierefrei – Bürgermeister Reinhard Molt und Gattin Susanne testen die Rampe. Foto: Gottfried Stoppel
Endlich barrierefrei – Bürgermeister Reinhard Molt und Gattin Susanne testen die Rampe. Foto: Gottfried Stoppel

Nahverkehr - Um die S-Bahn-Station im Remshaldener Teilort Geradstetten komplett barrierefrei zu machen ist dort am Gleis 2 eine längere Rampe hin zur Schönbühlstraße errichtet worden. Der stufenfreie Ausbau der Haltestelle ist eine der letzten von 40 Maßnahmen, die einst im 5. Ausführungsvertrag zwischen Bahn, Land und Landkreisen vereinbart worden sind. Die Verbliebenen noch nicht ausgebauten Stationen in der Region sind damit die Haltepunkte in Stetten-Beinstein und in Stuttgart-Feuerbach.

Eine Rampe mit maximal sechs Prozent Steigung

„Ich freue mich, dass jetzt endlich auch der Bahnhof Geradstetten barrierefrei ausgebaut ist, sagte Bürgermeister Reinhard Molt bei der Präsentation der neuen Rampe, die eine Steigung von maximal sechs Prozent aufweist. „Vor allem ist die dort gewählte Lösung technisch sehr stabil und unterliegt im Grunde keinerlei technischen Störungen wie beispielsweise Aufzüge.“ Auch Nikolaus Hepding, der Leiter des Bahnhofsmanagements Stuttgart der Deutschen Bahn glaubt, man habe „mit den neuen Zugangsrampen eine gute Lösung für die stufenfreie Erreichbarkeit des Haltepunkts Geradstetten gefunden“.

Die Baumaßnahme hat insgesamt knapp eine Dreiviertelmillion Euro gekostet. Davon entfällt eine halbe Million auf das Land, 75 000 Euro auf den Rems-Murr-Kreis und gut 150 000 Euro steuern Bund und Bahn bei.

An neue Bahnsteighöhe kann die Rampe angepasst werden

Vom stufenfreien Ausbau profitiere an der Haltestelle auch der Bereich am Gleis 1, betonte Hepding. Dort seien im Rahmen des Umbaus die Zugangsflächen zu und vom Bahnsteig ebenfalls entsprechend der Regeln zur Barrierefreiheit angepasst worden. Und bei der Rampe sei auch für die Zukunft vorgesorgt: „Sie ist so konstruiert, dass sie bei einer nachträglichen Erhöhung der Bahnsteige problemlos angepasst werden kann.“