Sängerin besinnt sich Sinéad O’Connor will Karriere doch nicht beenden

Klare Ansage: Sinéad O’Connor tritt vom Rücktritt zurück. Foto: dpa/Jean-Christophe Bott
Klare Ansage: Sinéad O’Connor tritt vom Rücktritt zurück. Foto: dpa/Jean-Christophe Bott

Sie höre auf mit der Musik, hat Sinéad O’Connor vor wenigen Tagen verkündet. Nun denkt sie bereits wieder anders. Und formuliert das nicht allzu zart.

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Dublin - Die irische Sängerin Sinéad O’Connor will ihre Musikkarriere – anders als vor wenigen Tagen angekündigt – doch nicht beenden. „Glücklicherweise macht Sinéad weiter und wird all ihre Live-Verpflichtungen im nächsten Jahr wahrnehmen“, bestätigte ihr Management am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur entsprechende Tweets der Musikerin. Wenige Tage zuvor hatte O’Connor ihren Rücktritt aus dem aktiven Musikgeschäft angekündigt.

In den vergangenen, sehr schwierigen und traumatischen Monaten habe sich O’Connor ín mehreren Interviews mit ihrer Vergangenheit befasst, hieß es von ihrem Management. „Sinéad wurde sehr zerbrechlich und fasste die emotionale Entscheidung, aufzuhören, erschöpft und kaputt. Nun hat sie einen neuen Spirit und eine neue Entschlossenheit gefunden und ist glücklicherweise stärker denn je.“ O’Connors neues Album „No Veteran Dies Alone“ (dt. Kein Veteran stirbt allein) soll im Jahr 2022 erscheinen.

Zerschrubbter Kopf

O’Connor selbst fasste ihre Umbesinnung auf Twitter in weniger zarte Worte: „Gute Neuigkeiten. Scheiß auf den Rücktritt. Ich nehm’s zurück. Werd’ nicht aufhören. Ich habe nur kurz mal zugelassen, dass eigentlich durchschaubare Dreckstypen mir den Kopf zerschrubbt haben ....“

Sinéad O’Connor ist eine der bekanntesten Musikerinnen Irlands. Den internationalen Durchbruch feierte sie 1990 mit ihrer Coverversion des Prince-Songs „Nothing Compares 2 You“. Mit kontroversen Auftritten und Aussagen erregte O’Connor immer wieder Aufmerksamkeit, zum Beispiel zerriss sie 1992 bei einem Auftritt in der US-Sendung „Saturday Night Live“ vor laufenden Kameras ein Bild des Papstes Johannes Paul II. 2003 hatte sie schon einmal angekündigt, sich aus der Musikindustrie zurückzuziehen, wie die BBC damals berichtete.




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