Sammelleidenschaft in Bad Cannstatt Mehr Pinguine als in der Wilhelma

Von eh 

Haide Mayer ist Fan der flugunfähigen Vögel und hat seit 1955 rund 500 Exemplare gesammelt.

Das Foto zeigt nur einen kleinen Teil der großen Sammlung. Foto: Elke Hauptmann
Das Foto zeigt nur einen kleinen Teil der großen Sammlung. Foto: Elke Hauptmann

Bad Cannstatt - Die wohl größte Pinguinkolonie in Stuttgart befindet sich in Bad Cannstatt. Nein, nicht in der Wilhelma. Sondern in der Winterbacher Straße. Gut 500 Exemplare der flugunfähigen Seevögel „betreut“ Haide Mayer. Allerdings keine lebenden Tiere. Ihre Pinguine – von mini bis lebensgroß – sind aus Glas, Stein, Plüsch, Zinn, Wolle, Holz oder Porzellan; es gibt sie als Skulptur, Mobile, Kaffeekanne, Wandbild, Schneekugel, Weihnachtsdeko oder Klobrille. Im Treppenhaus steht sogar ein echter Aptenodytes patagonicus – ein präparierter Königspinguin. Selbst einige ihrer Kleidungsstücke haben die „Frackträger“ als Motiv.

Auf Sylt fing alles an

Es gibt auch einige aus Schokolade, Weingummi oder Marzipan. „Aber das esse ich natürlich nicht“, sagt Haide Mayer resolut. Angefangen habe alles im Jahr 1955, erzählt die 85-Jährige lächelnd und greift in ein Regal voller Figuren. In der Hand hält sie ein kleines Keramiktier. „Der war der Erste.“ Gekauft habe sie ihn damals in einem Urlaub mit ihrer Cousine auf Sylt. „Das hat sich dann zu einer echten Sammelleidenschaft entwickelt.“ Fast alle ihre Pinguine habe sie selbst gekauft – vor allem auf Reisen. Geschenkt bekommen habe sie eher wenig.

Was ihr an den Tieren so gut gefällt? „Sie sind einfach sympathisch.“ Allerdings schaut sie mit etwas Wehmut auf ihre tierischen Mitbewohner. Was soll einmal aus ihnen werden? Dem Pinguin-Museum in Cuxhaven, dem einzigen seiner Art in Deutschland, habe sie ihre Sammlung bereits angeboten. „Aber ich habe von dort noch nichts gehört.“

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