Sanierung der Stuttgarter Sternenschau Planetarium macht später auf

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Statt wie geplant zu Weihnachten macht das Planetarium wohl erst wieder im kommenden Frühjahr auf. Die Stadt Stuttgart teilt mit, dass Mängel bei aktuell laufenden Sanierungsarbeiten festgestellt wurden.

Voraussichtlich erst im Frühjahr kann man unter der denkmalgeschützten Kuppel des Stuttgarter Planetariums  wieder in die Sterne schauen. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Voraussichtlich erst im Frühjahr kann man unter der denkmalgeschützten Kuppel des Stuttgarter Planetariums wieder in die Sterne schauen. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Stuttgart - Es wird nichts mit Sternegucken zu Weihnachten: Die Sanierung des Planetariums dauert länger als angenommen. Das Himmelstheater wird wohl erst im Frühjahr 2016 wieder den Betrieb aufnehmen können, meldet die Stadt.

Die Verzögerung hat zwei Gründe. Zum einen sind bei einem Feuer Ende Juni Schäden entstanden, die behoben werden mussten. Zum anderen muss in einem bereits sanierten Bereich nachgebessert werden, am Fußboden des Kuppelsaals.

Konkret geht es um den Estrich. Dieser Untergrund für den späteren Fußboden sei nach dem Abbinden nicht so geworden, wie er hätte sein sollen, erläutert Peter Holzer vom Hochbauamt. Zurzeit stehe noch nicht fest, ob der Boden bleiben kann und die Schäden ausgebessert werden können, oder ob der komplette Estrich entfernt und neu eingebaut werden müsse. Deswegen könne man auch noch kein genaues Datum im Frühjahr für die Wiedereröffnung nennen. Noch sind Gutachter am Werk, die den Schaden genau analysieren. Bei dem Brand Ende Juni ging es auch um den Untergrund des Kuppelsaals: Bei Bauarbeiten hatte damals das Dämmmaterial unter dem Estrich Feuer gefangen.

Mit der Verzögerung entstehen dem Planetarium Einnahmenausfälle von rund 50 000 Euro pro Monat, sagt die Kulturamtsleiterin Birgit Schneider-Bönninger. Ob für diesen Ausfall eine Versicherung eintreten müsse, werde noch geprüft.

Das Planetarium wurde 1977 gebaut. Die Sanierung läuft bereits seit April. Ursprünglich waren dafür acht Monate eingeplant. Erneuert werden die Bestuhlung und die Toilettenanlagen sowie der Fußboden des Kuppelsaals. Das Planetarium, ein Entwurf des Architekten Wilfried Beck-Erlang, steht unter Denkmalschutz. Deswegen müssen die Kippsessel und deren Anordnung nach der Sanierung wieder aussehen wie das Original. Die Sanierung soll 2,74 Millionen Euro kosten.

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