Sanierungsarbeiten nach Wasserrohrbruch Botnanger Straße in Stuttgart vier Monate lang gesperrt

Ab Montag, 8. April, ist die Botnanger Straße in beide Richtungen wieder für den Verkehr gesperrt. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Ab Montag, 8. April, müssen Verkehrsteilnehmer wieder mit Behinderungen am Botnanger Sattel rechnen. Nach einem Wasserrohrbruch wird die wichtige Verbindungsstraße zwischen Botnang und dem Stuttgarter Westen gesperrt – laut Netze BW bis zum 26. Juli.

Reporter: Alexander Müller (ale)

Nach der Sperrung ist vor der Sperrung. Noch bis zum Sonntag dauert die Gleiserneuerung der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) auf der Strecke der Linien U 2 und U 9. Im Anschluss kündigt die Netze BW ab Montag, 8. April, gleich die nächste Baustelle an. Nach einem Wasserrohrbruch wird die Botnanger Straße wieder für den Verkehr gesperrt – für knapp vier Monate.

 

Zeitweise Öffnung nur während der Gleissanierung der SSB

Verkehrsteilnehmer müssen sich wieder auf massive Behinderungen einstellen. Nichts Neues rund um den Botnanger Sattel. Bereits von Anfang bis Ende März war der wichtige Verbindungsweg, der den Stadtbezirk mit dem Stuttgarter Westen verbindet, zwischen der Lindpaintner- und Geißeichstraße für den Verkehr gesperrt. Fahrradfahrer und Fußgänger sind nicht betroffen. Hintergrund ist ein Wasserrohrbruch im Bereich der Haarnadelkurve.

Gleichzeitig ist seit zwei Wochen der Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel deutlich erschwert. In einer langfristig geplanten Baumaßnahme erneuert die SSB noch bis Sonntag den Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen Vogelsang und Botnang. Für die Fahrgäste ist ein Schienenersatzverkehr über die Botnanger Straße eingerichtet. In den ursprünglichen Planungen der Netze BW sollten die Arbeiten an den Wasserleitungen zu diesem Zeitpunkt aber noch andauern. Es drohte der Verkehrskollaps auf den umliegenden Straßen. Nach einem Gespräch zwischen dem Versorgungsunternehmen, dem Verkehrsbetrieb und dem städtischen Ordnungsamt verständigte man sich auf eine zeitweise Öffnung der Botnanger Straße während der SSB-Gleisarbeiten. Diese Übergangslösung endet aber am kommenden Montag.

Netze BW erneuert sämtliche Leitungen in dem Bereich

„Wie angekündigt muss die Botnanger Straße wieder komplett gesperrt werden“, sagt Netze-BW-Sprecher Hans-Jörg Groscurth. Hintergrund sind die massiven Schäden, die durch den Wasserrohrbruch entstanden sind. „Der Straßenbelag wurde durch das ausströmende Wasser großflächig unterspült.“ Die Sperrung sei deswegen unausweichlich. Schließlich plant die Netze BW nicht nur eine reine Instandsetzung, als vielmehr eine groß angelegte Sanierung. Auf einer Länge von rund 250 Metern soll nicht nur die marode, sondern gleich alle drei dort verlaufenden Transportleitungen ausgetauscht werden. Die zwischen 18,5 und 20 Zentimeter dicken Rohre versorgen den Stadtbezirk mit Frischwasser, Privathaushalte sind durch die Sanierung aber nicht betroffen.

Schon mehrfach gab es Wasserrohrbrüche

Hintergrund für „den großen Wurf“ sind die in dem Bereich immer wieder auftretenden Probleme. Bereits im Oktober 2021 musste die Botnanger Straße für mehrere Tage gesperrt werden. Im Jahr 2018 war zwischen Beethoven- und Geißeichstraße über Monate hinweg eine Baustelle eingerichtet, nachdem im März nach einem Wasserrohrbruch massive Schäden an der Fahrbahn entstanden waren. Vier Jahre zuvor, im Herbst 2014, war dort schon einmal eine Leitung geborsten.

Mit der nun angestrebten Lösung hegt die Netze BW die Hoffnung, anschließend „erst einmal für längere Zeit Ruhe zu haben“, erklärt Groscurth. Dafür nimmt man in Kauf, dass die Arbeiten anstatt der zunächst angestrebten sieben Wochen nun rund vier Monate dauern werden. Laut Netze BW soll die Sperrung voraussichtlich bis zum 26. Juli gelten. Wissend, dass die Arbeiten zu großen Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer führen.

Kilometerlange Umleitungen

Die Umleitung führt von Botnang aus über die Vaihinger Landstraße und die Wildparkstraße zum Birkenkopf und von da aus in den Stuttgarter Westen. Eine weitere Alternative in die Innenstadt bietet der Weg über das Feuerbacher Tal. Vor allem auf der von Haus aus viel befahrenen Wildparkstraße könnte der Mehrverkehr deutlich zu spüren sein. Generell müssen Autofahrer wieder kilometerlange Umwege in Kauf nehmen – und das über Monate.

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