SAP-Affäre Ex-Betriebsratschef von SAP soll Aufsichtsrat verlassen

Unterm Dach der Firmenzentrale von SAP in Walldorf geht es schon länger turbulent zu (Symbolbild). Foto: dpa/Uwe Anspach
Unterm Dach der Firmenzentrale von SAP in Walldorf geht es schon länger turbulent zu (Symbolbild). Foto: dpa/Uwe Anspach

Der frühere Betriebsratschef des Dax-Konzerns SAP räumte schon vor geraumer Zeit seinen Posten. Jetzt hat das Kontrollgremium beschlossen, die Abberufung aus dem Aufsichtsrat gerichtlich zu beantragen.

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Walldorf - Der gekündigte frühere SAP-Betriebsratschef soll auch den Aufsichtsrat von Europas größtem Softwarekonzern verlassen. Das Kontrollgremium habe beschlossen, die Abberufung eines Mitglieds auf Arbeitnehmerseite aus dem Aufsichtsrat gerichtlich zu beantragen, teilte ein Unternehmenssprecher am Freitag in Walldorf mit. Der Antrag werde in den nächsten Tagen beim Amtsgericht Mannheim eingereicht. Nähere Angaben machte der Sprecher nicht.

Der frühere Betriebsratschef des Dax-Konzerns räumte schon vor geraumer Zeit seinen Posten. Ihm ist vom Unternehmen inzwischen gekündigt worden. Dagegen klagt er vor dem Arbeitsgericht. Gegen ihn und einen weiteren früheren Arbeitnehmervertreter hatte der Softwarekonzern interne Untersuchungen wegen möglicher Unregelmäßigkeiten eingeleitet. Der frühere Betriebsratschef hatte im Juni der „Rhein-Neckar-Zeitung“ gesagt, der Rücktritt sei „keine leichte Entscheidung“ gewesen. Auf seine Beweggründe ging er dabei nicht ein.

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