Wenn Sarah Rößner in ihrer Mittagspause zur Kantine geht, kommt es schon mal vor, dass sie einem der Bayern-Fußballprofis über den Weg läuft. Die 27-jährige Ex-Kuchenerin wohnt in München, arbeitet seit Februar in der Medienabteilung des FC Bayern München, und ihr Büro befindet sich direkt am Trainingsgelände der berühmten Fußballer.
„Mit Jamal Musiala, mit Thomas Müller oder Harry Kane habe ich mich schon ab und zu smalltalkmäßig unterhalten“, erzählt Sarah, und mit Cheftrainer Thomas Tuchel habe sie sogar mal ein längeres Gespräch geführt. „Das war auf dem Weg zur Asien-Tour im Sommer, als wir im Bayern-Flieger nach Tokio und Singapur geflogen sind.“ Dass sie ihre Gesprächspartner dann duzt, sei im Verein des Bundesligisten über alle Hierarchie-Ebenen hinweg üblich.
Auslandsbüros des FC Bayern in New York, Bangkok und Shanghai
Sarah Rößner arbeitet als „Manager International Club Media“ bei den Bayern. In dieser Funktion ist sie Ansprechpartnerin für die Auslandsbüros des FC Bayern in New York, Bangkok und Shanghai. Diese Auslandsbüros sorgen dafür, dass der Verein als Unternehmen und globale Marke weltweit populär wird. „Wir in unserer Abteilung sind die Schnittstelle zwischen den Anforderungen oder Anfragen der Auslandsbüros und unserem Marketing- und Mediateam“, beschreibt die 27-Jährige ihre Aufgaben.
Ab und zu muss die Öffentlichkeitsarbeiterin für diese Auslandsbüros Videos von den Bayern-Fußballern drehen. Die Mitarbeiter vor Ort veröffentlichen diese Filmsequenzen auf den Social-Media-Kanälen auch in Lateinamerika, Indien, Indonesien und in arabischen Ländern, um die Bayern-Kicker den Fans möglichst sympathisch näherzubringen. „Für die Videos muss ich den Spielern dann Anweisungen geben, wie sie sich kleiden müssen – also zum Beispiel, ob im Trikot oder in Streetwear. Oder ich weise sie darauf hin, dass sie mehr lächeln oder entspannter agieren sollen“, schildert die 27-Jährige. Das Rüstzeug für ihre Arbeit erhielt sie in einem Studium der Journalistik und der Public Relations in Gelsenkirchen.
Abwechslungsreiche Arbeit
Sarah Rößner gefällt ihre Arbeit. Aber nicht nur wegen der Fußballer, auch wenn sie inzwischen „natürlich auch Bayern-Fan geworden ist“, sondern vor allem „weil sie extrem abwechslungsreich ist, weil ich andere Kulturen kennenlerne, etwa deren Feiertage oder wie ihre sozialen Medien funktionieren“. Und auch, weil sie immer wieder geschäftlich auf Reisen gehen muss, was sie enorm spannend finde.