Schaulaufen Das wäre dann selbst Lothar Matthäus zu viel

Im Heurigen: Carlo Thränhardt (links), Anne Hannich und Philipp Kohlschreiber   Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Im Heurigen: Carlo Thränhardt (links), Anne Hannich und Philipp Kohlschreiber   Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Die Vorstellung des neuen Audi Q7 und eine neue Qualität des Feierns auf der Players Party des Mercedes Cups: Die großen und kleinen Promis haben sich in Stuttgarter ein Stelldichein gegeben.

Lokales: Daniela Eberhardt (ma)
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Stuttgart - Um Felix Neureuther müssen wir uns keine Sorgen machen. Er ist nicht nur Hobbydesigner für seinen Freund Willi Bogner, sondern könnte nach dem Ende seine Karriere auf Skiern nahtlos am Mikro weitermachen. Bei der Audi-Q7-Sportnacht am Donnerstag im Gazi-Stadion brillierte der erfolgreichste deutsche Skirennläufer vor 400 Zuhörern auf der neuen Haupttribüne als wortgewaltiger Interviewpartner. Rund 50 Paar Slalomski und 30 Riesenslalomski verschleißt ein Profi jede Saison. Ob er an manchen besonders hänge, wollte der Moderator Jens Zimmermann wissen. „Man hat so viele Skier im Jahr. Zu jedem eine besondere Beziehung aufbauen – das würde nicht mal Lothar Matthäus schaffen.“ Auch von Ritualen vor dem Start hält der 31-Jährige wenig: „Runter musst eh. Es nutzt nichts, wenn du dir vorher an den Hintern langst.“

Sven Ulreich, der Torhüter des VfB Stuttgart, räumte dagegen einen gewissen Aberglauben ein. „Ich ziehe alles links zuerst an, Schuhe, Knieschoner, Handschuh.“ Es sind übrigens 50 bis 60 Paar in jeder Saison. Die zurückliegende kommentierte er so: „Wir können froh sein, dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind.“ Am Ende sei der Klassenverbleib aber verdient – für die Mannschaft, die Fans, die ganze Region. Wobei das Schicksalsspiel für den 26-Jährigen kein solches war. „Auf dem Platz ist es immer einfacher, als wenn man von draußen zuschaut.“

Mit der exklusiven Vorpremiere des neuen Q7 blieb Audi der Lokalität treu. 2006 wurde das erste Modell der Baureihe ein paar Hundert Meter entfernt im Waldau-Stadion vorgestellt. Vom Eis zum Rasen, diesmal leider nur zum Anschauen.

Maultaschen und Fleischküchle mit Kartoffelsalat

Vom Sand zum Rasen hat in diesem Jahr, wie im Sportteil berichtet, das traditionelle Tennisturnier auf dem Weissenhof gewechselt. Passend zum Ambiente drum herum hat der Gastronom Jörg Rauschenberger sein Zelt „wimbledonmäßig aufgepeppt“, wie er sagt. Zum dritten Mal bewirtet er noch bis zum Finale am Sonntag die Zuschauer, von der Bierwiese bis zum VIP-Bereich. Letztere haben vom umlaufenden Balkon im Obergeschoss des zweistöckigen Zelts Blick auf fünf Tennisplätze. „Ein Quantensprung“, sagt Rauschenberger: „Hier oben ist wieder alles, was sich Stuttgart zugehörig fühlt.“

Ebenfalls zum dritten Mal fand die Players Party bei Anne Hannich im Wirtshaus zum Heurigen im Feuerbacher Tal statt. Die ausgiebigen Discobesuche von einst im Perkins Park sind einem entspannten Abendessen in zünftiger Atmosphäre gewichen. Freilich mit prominenten Nebensitzern: Maultaschen und Fleischküchle mit Kartoffelsalat vereinten Rafael Nadal, Tommy Haas und Marin Cilic an den Tischen. Zum süßen Abschied gab’s Marillenknödel. Die sind zwar auch nicht so ganz schwäbisch, aber bis zu Scones mit Erdbeerkonfitüre ist es (hoffentlich) noch ein langer Weg.




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