Schlotwiese Zuffenhausen Der Waldheimverein stellt sich neu auf

Von Torsten Ströbele 

Der langjährige Vorsitzende Dieter Kupsch hat sein Amt beim Waldheimverein Zuffenhausen an Tobias Haubensak übergeben. Kupsch ist nun Ehrenvorsitzender des 1911 gegründeten Vereins.

Dieter Kupsch (l.) ist von seinem Nachfolger Tobias Haubensak zum Ehrenvorsitzenden des Waldheimvereins ernannt worden. Foto: Torsten Ströbele
Dieter Kupsch (l.) ist von seinem Nachfolger Tobias Haubensak zum Ehrenvorsitzenden des Waldheimvereins ernannt worden. Foto: Torsten Ströbele

Stuttgart-Zuffenhausen - Der Waldheimverein Zuffenhausen hat einen neuen Vorsitzenden. Nach zwölf Jahren an der Spitze des Vereins hat Dieter Kupsch sein Amt an Tobias Haubensak übergeben. „Jetzt ist es an der Zeit, dass jüngere Leute die Führung übernehmen“, sagt der frisch gekürte Ehrenvorsitzende.

Wenn Kupsch auf die vergangenen Jahrzehnte des Waldheimvereins zurückblickt, fallen ihm zuerst einmal die Kinder- und Freizeiten ein, die jedes Jahr auf dem Gelände an der Hirschsprungallee stattfinden. 2016 geht die Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt Kornwestheim ins 37. Jahr. „Wir stellen unser Gelände der Awo in diesem Fall kostenlos zur Verfügung“, sagt Kupsch. „Unser Verein ist auf diese Verbindung angewiesen. Ohne diese Freizeiten hätten wir keine Gemeinnützigkeit.“

Ein wenig stolz ist Dieter Kupsch auch darauf, dass sich 2012 ein Waldklettergarten auf dem Vereinsgelände angesiedelt hat. „Er hat jedes Jahr rund sechs Monate geöffnet. 2015 hatten wir etwa 15 000 Besucher. Aus zirka 140 Schulen hatten wir Kinder zu Gast.“ Das sei ein tolles Ergebnis. Deshalb sei er auch froh, dass der Vertrag mit dem Betreiber des Klettergartens bis 2020 verlängert werden konnte.

Der Zweck des Waldheimvereins bleibt derselbe

Zudem hat der Waldheimverein sein Gebäude samt Terrasse als Gaststätte verpachtet. „Davon lebt der Verein“, sagt Kupsch. Nur durch die Jahresbeiträge der rund 40 Mitglieder seien keine großen Sprünge möglich. Erst vor wenigen Monaten habe man einen neuen Tresen und neue Toiletten benötigt. Die Kosten lagen hierfür bei rund 135 000 Euro.

„All das ist natürlich nur zu leisten, wenn man die richtige Mannschaft hat“, sagt Kupsch. Vor allem seinen „zwei unermüdlichen Mitstreitern“ Herbert Steiner und Odino Fratter möchte er danken. Gemeinsam habe man pro Jahr rund 80 Arbeitsstunden auf dem Gelände geleistet, um es in Schuss zu halten.

Für die Zukunft des 1911 gegründeten Vereins wünscht sich Kupsch, dass weiterhin großen Wert auf den Paragraf zwei der Satzung gelegt wird: „Zweck des Vereins ist der Erwerb und die Unterhaltung eines oder mehrerer Spiel- und Erholungsplätze. Die Plätze dienen dazu, den Mitgliedern und ihren Familien zwanglose Geselligkeit, Bewegung und Erholung in freier Luft zu ermöglichen.“

Tobias Haubensak lässt keinen Zweifel daran, dass der Paragraf sehr wichtig ist. Dem 28-Jährigen liegt sehr viel am Waldheimverein. Er arbeite zwar erst etwas mehr als zwei Jahre aktiv mit, aber bevor der Verein ohne Vorsitzenden dastehe, übernehme er das Amt gerne. Gemeinsam mit seinem neuen Stellvertreter Adil Dogan, dem Schriftführer Jens Spielvogel, dem Kassier Uwe Mammel sowie den Beisitzern Claudia Kupsch, Birgit Meazzi und Reinhold Krause möchte Haubensak die Aufgaben des Vereins weiterführen. In Planung sei schon die traditionelle Veranstaltung am 1. Mai. Auch die Vorbereitungen auf die Kinder- und Jugendfreizeit im Sommer laufen schon. „Wir müssen das Gelände frühlingsreif machen“, sagt Haubensak.

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