Schnelles Internet Sonnenberg kann endlich surfen

Schnelles Internet ist gefragt. Foto: Jacqueline Fritsch
Schnelles Internet ist gefragt. Foto: Jacqueline Fritsch

Nach Jahrzehnten dürfen sich die Anwohner in Sonnenberg über eine höhere Bandbreite freuen.

Sonnenberg - Die Kieß- und Edenhallstraße waren in Sonnenberg immer der Inbegriff des schlechten Internets – der Teil der Großstadt Stuttgart, in dem seit Jahrzehnten gerade einmal sechs Megabit pro Sekunde ankommen. Das ist nun Vergangenheit. Laut der Deutschen Telekom haben die Anwohner seit kurzem die Möglichkeit, einen Anschluss mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 Megabit pro Sekunde zu buchen. Wie schnell das Internet letztlich wirklich ist, hänge davon ab, wie weit die eigene Wohnung vom Verteilerkasten weg ist.

Es ist eine Art Weihnachtsgeschenk für die Anwohner, meint Michael Pfister, der selbst in dem Gebiet wohnt und bereits von der schnelleren Bandbreite Gebrauch macht. „Jetzt können wir an Weihnachten Netflix streamen“, sagt er und freut sich sichtlich über den Erfolg. Einen Erfolg kann man es nennen, weil sich einige Anwohner und der Sonnenberg-Verein seit Jahren für eine schnellere Internetverbindung im Bereich der Kieß- und Edenhallstraße stark machen. Michael Pfister stand zuletzt in engem Kontakt mit der Wirtschaftsförderung der Stadt, um auf dem neuesten Stand zu bleiben und um Druck zu machen.

Neuer Vertrag notwendig

Nun ist die schnellere Verbindung endlich da. Aber: Die meisten Anwohner wissen davon noch gar nichts davon. Michael Pfister hat von der Neuigkeit nur zufällig erfahren, weil er sowieso mit der Wirtschaftsförderung Kontakt hatte. Eine offizielle Information an die Anwohner gab es nicht. Dabei müssen sie selbst aktiv werden, um von dem von der Telekom durchgeführten Vectoring profitieren zu können. Höhere Bandbreite gibt es nämlich nur mit einem neuen Tarif. Den können die Anwohner derzeit telefonisch buchen, online soll es laut der Telekom erst in den kommenden Wochen möglich sein. Die Geschwindigkeit des Internets hängt dann nicht nur von der Entfernung zum Verteilerkasten ab, sondern auch davon, wie viele Haushalte an der Leitung angeschlossen sind.

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