Schnellimpfungen in Stuttgart Impfbus auf Spritz-Tour durch die Stadt

Bitte einsteigen, durchgehen – und Impfung  abholen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Bitte einsteigen, durchgehen – und Impfung abholen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Keine Wartezeit und keine Verspätungen. Der Impfbus der Stadt Stuttgart erlaubt bei seinen Stopps in den Stadtbezirken den spontanen Piks zum Schutz gegen das Virus.

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Stuttgart - Ein gelber SSB-Bus und Mitarbeiter des Robert-Bosch-Krankenhauses (RBK) als Ticketkontrolleure – das ist Teil der neuen Impfstrategie der Stadt Stuttgart.

Ein Hinweisschild „Impfbus frei“ reserviert den Platz. Vom Warte- und Registrierraum hinter dem Fahrerabteil gelangt man in den Bereich des Busses, wo das Aufklärungsgespräch stattfindet. Dahinter befindet sich der mit Vorhängen abgeschirmte Impfraum. „Impfen soll so einfach sein, wie der Einstieg in einen Bus“, sagt die Bürgermeisterin für Soziales und Gesellschaftliche Integration, Alexandra Sußmann bei der Premiere am Donnerstag. Innerhalb einer Woche sei das Angebot organisiert worden.

Auf Tour bis Ende August

Bis Ende August will die Stadt in Kooperation mit den SSB und dem RBK den mobilen Impfbus durch Stuttgart touren lassen. Ziel ist es, eine Impfrate von 85 Prozent bis zum Beginn des neuen Schuljahres im September zu erzielen, so dass Kitas und Schulen offenbleiben können. Niederschwellig, schnell und einfach soll das Angebot die Menschen in ihrer Lebenswelt erreichen. „Es richtet sich besonders an vulnerable Bevölkerungsgruppen und junge Familien. Aber grundsätzlich sind alle angesprochen“, sagt Mark Dominik Alscher, Medizinische Geschäftsführer des RBK.

Seit 10 Uhr steht der Bus an diesem Donnerstagmorgen am Karlsplatz. Etwa 20 Menschen hätten sich bisher impfen lassen. Die meisten hätten von dem Angebot aus der Zeitung erfahren. So auch Gerlinde Nagel: „Mein Mann und ich wollten nun doch verreisen, deshalb habe ich mich für die mobile Impfung entschieden.“

Sorge vor der vierten Welle

Laut Alscher geht verzeichnen die Impfzentreten eine sinkende Nachfrage. „Wir haben Sorgen vor der vierten Welle. Und für die Delta-Variante ist die zweite Impfung sehr wichtig“, sagt Stefan Ehehalt, Leiter des Gesundheitsamts. Bürgermeisterin Sußmann betont: „In dieser Situation ist es das Gebot der Stunde, vor Ort zu gehen“. Geimpft wird mit den Impfstoffen der Firmen BioNTech/Pfizer und Johnson & Johnson. Was noch fehlt, ist ein Akku, um den im Bus stehenden Drucker stromunabhängig zu betreiben. Impfzertifikat, Anamnesebogen und QR-Code sollen direkt ausgedruckt werden.

Den Fahrplan des Busses gibt es online unter www.stuttgart.de/offenes-impfen




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