Schriftsteller in S-Ost Vom Bibliothekar zum Fantasy-Autor

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Tobias Frey leitet die Stadtteilbibliothek im Stuttgarter Osten. Jetzt veröffentlichte er sein erstes Buch.

Tobias Frey hat sich das Romanschreiben selber beigebracht. Foto:  
Tobias Frey hat sich das Romanschreiben selber beigebracht. Foto:  

S-Ost -

Normalerweise ist Tobias Frey als Leiter der Stadtteilbibliothek dafür zuständig, dass in der Bücherei alles gut läuft. Doch in den vergangenen fünf Jahren hat er sich einer neuen Herausforderung gestellt und eifrig an seinem ersten eigenen Roman gearbeitet. Inzwischen hat er die Trilogie um den Fantasy-Helden „Nimael“ fertig geschrieben, jetzt erschien der erste Band „Nimael: Steine ewiger Macht“ im Talawah Verlag. Im Abstand von je etwa sechs Monaten sollen dann die Bände zwei und drei auf den Markt kommen – sehr zum Stolz des Neu-Romanciers.

Der Roman erzählt die Geschichte des Studenten Nimael. Bei einer Exkursion werden er und seine Freunde entführt, in einen Steinbruch verschleppt und zur Arbeit gezwungen. Doch die Drahtzieher der Entführung sind an dem abgebauten Gestein überhaupt nicht interessiert, sondern verfolgen ganz andere Ziele. Während sich Nimael in seinem neuen Umfeld behaupten muss, versucht er den Hintergründen der Geschehnisse auf die Spur zu kommen. Bei seinen Recherchen stößt er auf ein jahrtausendealtes Rätsel und wird dabei mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. Schon bald beginnt ein abenteuerlicher Kampf um die Freiheit und das Schicksal der gesamten Menschheit.

Krabat, Star Wars, Herr der Ringe

Beim Schreiben seiner Geschichte ließ sich Tobias Frey von Otfried Preußlers „Krabat“ inspirieren. „Ein Schuss Stars Wars und ein Schuss Herr der Ringe sind aber auch mit drin“, sagt er lachend. Die Idee zu „Nimael“ sei ihm vor ein paar Jahren spontan gekommen, erzählt der 40-Jährige. „Dann kamen immer mehr Szenen, Ereignisse und Details dazu und am Ende entstand ein großes Bild. Deshalb war mir schnell klar, dass ein Band nicht ausreicht, sondern die Handlung nach einer Trilogie verlangt.“ Mit seinem Erstlingsroman will der Bibliothekar aber nicht nur eine Geschichte erzählen, sondern seine Leser auch zum Nachdenken bringen. „Im Buch geht es um ein hierarchisches System, um Ausbeutung, aber auch um Zusammenarbeit und Gemeinschaft“, erklärt der Autor. Das solle die Menschen zur Reflexion anregen – über den zwischenmenschlichen Umgang im Privaten wie im Geschäftlichen und über Achtsamkeit gegenüber anderen.

Seine Liebe zu Büchern hat Tobias Frey, der in Böblingen aufgewachsen ist und heute in Bad Cannstatt lebt, schon in jungen Jahren entdeckt. Nicht umsonst hat er Bibliothekswesen an der Stuttgarter Hochschule der Medien studiert. Seit fünf Jahren leitet er bereits die Stadtteilbibliothek in der Nähe des Ostendplatzes. Lange schrieb er nicht selbst, sondern las lieber, sah sich Filme oder Serien an oder ging schwimmen. Erst als er anfing, Gedichte für seine Frau zu schreiben, nahm seine neue Berufung Gestalt an. „Meine Frau fand sowohl die Gedichte als auch die Idee und die ersten Kapitel zu ‚Nimael‘ so gut, dass sie mich ermutigt hat weiterzumachen und die Bücher zu veröffentlichen“, erzählt Tobias Frey. Das Schreiben habe er sich selbst beigebracht, nur den einen oder anderen Ratgeber habe er gelesen. „Es gibt schon Szenen, da freue ich mich mehr sie zu schreiben als andere, die vielleicht trockener sind, aber notwendig, um die Handlung weiterzubringen“, erklärt er. „Aber insgesamt lief es bei mir mit dem Schreiben immer gut.“

Mehrere Lesungen geplant

Nun ist Tobias Frey gespannt, ob sein Erstlingsroman Erfolg hat. In nächster Zeit will er sein Buch bei mehreren Lesungen vorstellen. Die Termine können Freys Facebook-Seite unter https://www.facebook.com/TobiasFreyAutor entnommen werden. Das Buch „Nimael: Steine ewiger Macht“ ist beim Talawah Verlag unter www.talawah-verlag.de erhältlich. Es kostet 13,90 Euro, als E-Book 4,99 Euro.

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