Schulsanierung in Aichtal Ein Ort für Bildung und Begegnung

Der Campus soll auf dem Gelände in der Schulstraße entstehen. Foto: Stadt Aichtal

Aichtal will die Weiherbachschule sanieren und erweitern. Architekten sollen bis 2024 ein Konzept erarbeiten.

Reporter: Elke Hauptmann (eh)

Die Pläne für den „Bildungscampus Weiherbach“ in Aichtal werden konkret: Die Stadt hat jetzt einen Realisierungswettbewerb ins Leben gerufen, zu dem 25 Architekturbüros zugelassen sind. Sie haben bis Februar nächsten Jahres Zeit, ein Entwurfskonzept zu entwickeln, heißt es in einer Mitteilung. Die Kriterien für die Auswahl des Siegerentwurfs sind vielfältig, betont der Bürgermeister Sebastian Kurz darin. Ein zentrales Anliegen sei der Substanzerhalt, das Bestandsgebäude soll saniert und um einen Neubau ergänzt werden.

 

Bereits seit 2016 verfolgt der Gemeinderat das Ziel, die Weiherbachschule grundlegend umzugestalten. Entstehen soll ein modernes Bildungszentrum mit Betreuungsplätzen für bis zu 310 Kinder im Vor- und Grundschulalter samt einer Aula. Der Schwerpunkt der Planung liegt laut Kurz einerseits auf der Weiterentwicklung der Grundschule, um den Rechtsanspruch auf Schulkindbetreuung ab 2026 erfüllen zu können. Zum anderen sollen Betreuungsplätze für Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren in sechs Kita-Gruppen entstehen.

Im Zuge des Wettbewerbs wird auch geprüft, ob sich eine barrierefrei erschlossene öffentliche Bibliothek in das Konzept integrieren lässt, wie es sich die Verwaltung wünscht. Die Stadtbücherei ist derzeit im Obergeschoss des Gebäudes Hindenburgstraße 18, dem Helenenheim, untergebracht und für Menschen mit Handicap nicht zugänglich. „Es fehlt darüber hinaus ein für die Nutzung geeigneter zweiter Flucht- und Rettungsweg, was zur Folge hat, dass sich maximal 20 Personen gleichzeitig in der Bücherei aufhalten können“ erklärt Aichtals Stadtbaumeister Matthias Hirn. Maßnahmen zur Beseitigung der baulichen Mängel an dem Kulturdenkmal seien aber mit einem enormen finanziellen Aufwand verbunden und nur sehr schwer umsetzbar. Die Architekten sollen zudem aufzeigen, ob gleichzeitig Räume für die Aktivitäten der Vereine geschaffen werden können. Das geplante Atrium soll in den Entwürfen so angeordnet werden, dass es für Veranstaltungen mit bis zu 190 Personen genutzt werden kann.

Nach der Auswahl des Siegerentwurfs durch eine Fachjury und der Beauftragung des Architekturbüros wird der nächste Schritt zur Umsetzung des Bildungscampus Weiherbach im zweiten Quartal 2024 eingeleitet, kündigt der Bürgermeister an. Die Bürger sollen in den weiteren Planungsprozess eingebunden werden.

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