Schulsanierung in Stuttgart-Vaihingen Österfeldschule wird ein Mammutprojekt

Die Turnhalle (links) wird saniert. Der Zwischenbau wird erweitert, dort soll künftig auch die Mensa sein. Das Haupthaus (recht) wird umgebaut. Foto: Archiv Sandra Hintermayr
Die Turnhalle (links) wird saniert. Der Zwischenbau wird erweitert, dort soll künftig auch die Mensa sein. Das Haupthaus (recht) wird umgebaut. Foto: Archiv Sandra Hintermayr

Die Grundschule in Stuttgart-Vaihingen wird umfassend erweitert und saniert. Veranschlagt sind dafür 26,4 Millionen Euro und eine Bauzeit bis Herbst 2030. Was bedeutet das für die Schulgemeinschaft?

Filderzeitung: Alexandra Kratz (atz)
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Vaihingen - Die Gemeinschaft der Vaihinger Österfeldschule hat sich vor einigen Jahren auf den Weg zur Ganztagsschule gemacht. Viele Familien nutzen mittlerweile dieses Angebot. Das bedeutet, dass die Kinder in der Schule ein warmes Mittagessen bekommen und dann auch nachmittags unterrichtet oder betreut werden. Dafür braucht es ausreichend Räume und vor allem eine Mensa. Um diese zu schaffen, wird die Österfeldschule in den kommenden Jahren umfassend saniert und erweitert. Die Stadtverwaltung rechnet derzeit mit einer Bauzeit bis Herbst 2030 und mit Kosten von 26,4 Millionen Euro.

Dabei geht es nur um da Haupthaus an der Katzenbachstraße inklusive der Turn– und Versammlungshalle sowie des Lehrschwimmbeckens. Die Außenstelle an der Pfarrhausstraße 21 ist so in die Jahre gekommen, dass sich eine Sanierung nicht lohnt; das Haus wird abgebrochen. Die einzügige Außenstelle am Liasweg ist von den Plänen nicht betroffen. Sie soll aber langfristig erhalten werden und künftig womöglich im Ganztagsbereich mit dem Schulzentrum Hengstäcker kooperieren.

Vor allem braucht es eine Mensa

Im Haupthaus an der Katzenbachstraße gibt es viel zu tun. Es soll künftig ausreichend Platz für eine dreizügige Grundschule inklusive zweier Grundschulförderklassen bieten. Die Stadtverwaltung hat das Konzept mit der Schulgemeinschaft abgestimmt. Jede Klassenstufe soll einen Ganztagsraum bekommen. Darüber hinaus sind zwei Mehrzweckräume zu den Themen „Bewegung und Musik“ sowie „Kunst und Werken“ vorgesehen. Neue Toiletten sind geplant. Lehrer und pädagogische Fachkräfte sollen ausreichend Arbeitsplätze, Büros und Besprechungsräume bekommen. Vor allem aber braucht es eine Mensa. Ein Gutachten hat gezeigt, dass all das nur realisiert werden kann, wenn das Haus erweitert wird. Infrage kommt dafür eigentlich nur der Zwischenbau. Im weiteren Verfahren sollen nun „Lösungsansätze zur Umsetzung des Raumprogramms aufgezeigt werden“. So steht es in der aktuellen Gemeinderatsvorlage. Zu beachten ist dabei, dass das Haus unter Denkmalschutz steht.

Das Projekt ist so umfassend, dass es nicht bei laufendem Unterrichtsbetrieb umgesetzt werden kann. Es wird Interimsbauten geben, und zwar auf dem Gelände an der Pfarrhausstraße, nachdem das Gebäude dort abgerissen worden ist, und auf dem Pausenhof an der Katzenbachstraße. „Es ist ein großes Vorhaben, dass die Schulgemeinschaft belasten wird. Wir müssen genau planen, um den Kindern, die während der Bauzeit vor Ort sind, eine einigermaßen normale Schulzeit zu ermöglichen“, sagte die Rektoren der Österfeldschule, Erika Diemer-Hohnholz, am Dienstagabend in der Sitzung des Vaihinger Bezirksbeirats.

Die Lokalpolitiker nahmen die Pläne wohlwollend zur Kenntnis, kritisierten aber, dass die Schule schon lang Ganztag anbietet und die dafür erforderlichen Räume erst in vielen Jahren fertig sein werden. Die Stadträte beschäftigen sich in zwei Ausschusssitzungen Mitte Juni mit dem Thema. Dann fällt die Entscheidung.




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