Schutz vor Hitze in Stuttgart Dem Europaviertel ist offenbar doch noch zu helfen

Der Pariser Platz ist momentan kein Ort der Abkühlung – jedenfalls nicht in der heißen Jahreszeit. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Der nächste Hitzesommer in Stuttgart kommt bestimmt. Dann ist der Pariser Platz im Europaviertel kein geeigneter Zufluchtsort. Um es dort in Zukunft besser aushalten zu können, soll sich etwas ändern.

Klima & Nachhaltigkeit: Judith A. Sägesser (ana)

Zugegeben, das Thema, auf das die Stadt nun reagiert hat, passt nicht mehr zur Jahreszeit. Bereits im Juni hatten die Freien Wähler im Stuttgarter Gemeinderat beantragt, dass es am Pariser Platz im Europaviertel grüner werden soll. Im Hochsommer, wenn es in Stuttgart besonders heiß wird, heizt sich die Gegend neben dem Hauptbahnhof gut auf, die hohen Häuserschluchten aus Glas und Beton spenden zwar Schatten, speichern allerdings auch Wärme.

 

Die Freien Wähler haben der Stadtverwaltung großkronige Bäume für den Pariser Platz vorgeschlagen, nach eigenen Berechnungen so um die zwölf Stück. „Den Wunsch und die Forderung, den Pariser Platz zu begrünen, hat der Bezirksbeirat Stuttgart-Mitte schon mehrfach geäußert“, heißt es im Antrag. „Warum es bisher nicht zur Umsetzung kam und welche Hemmnisse es dabei gab oder gibt, entzieht sich unserer Kenntnis.“

Bäume und Pergolen am Pariser Platz?

Vor einem Jahr hieß es seitens der Stadt gegenüber unserer Zeitung, das Europaviertel habe nicht dieselbe Vordringlichkeit wie die Innenstadt mit Wohnhäusern. Man habe keine konkreten Pläne für Veränderungen. In der Antwort auf den Freie-Wähler-Antrag klingt das nun etwas anders: Der Vorstoß werde „begrüßt“, so die Stadt. Man schlage vor, eher die Ränder am Pariser Platz zu begrünen. Beispielsweise mit Bäumen und Pergolen an der Freitreppe.

„Weitere Potenziale für eine Begrünung sehen wir noch im oberen Teil der Londoner Straße/Mailänder Platz sowie im oberen Teil der Osloer Straße“, erklärt die Stadtverwaltung. Beim Pariser Platz müsse man bedenken, dass er für Veranstaltungen diene und deshalb in Teilen frei bleiben sollte. Es werde ein Konzept für das gesamte Europaviertel mit verschiedenen Optionen erarbeitet und dann vorgestellt.

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