Schwaben-Park in Kaisersbach Alles Wichtige und Neue zum Saisonstart

„Jeder nur einen Marterpfahl“: Ein Mitarbeiter des Schwaben-Parks stellt Dekoelemente auf. Foto:  

Am Samstag startet der Schwaben-Park in die Saison 2024. Wir haben uns in der Anlage in Kaisersbach umgesehen und erfahren, wann „Hans Dampf und die total verrückte Weltreise “ in Betrieb geht.

Rems-Murr: Phillip Weingand (wei)

Die Krokodil-Wildwasserboote rauschen die Rampe herunter und ins Wasser. Doch das Kreischen und Juchzen, welches diese nasse Angelegenheit sonst immer begleitet, bleibt aus. Denn die Boote des „Krokosplash“ sind leer – noch. Bevor am Wochenende die ersten Gäste in den Schwaben-Park kommen, laufen die Fahrgeschäfte probehalber ohne Passagiere. Währenddessen sind im ganzen Park Mitarbeiter damit beschäftigt, letzte Reparaturen zu erledigen, die Farbe an Figuren und Gebäuden aufzufrischen und den Park nebst Sanitäreinrichtungen zu säubern.

 

Der Erlebnispark in Kaisersbach startet am Samstag, 23. März, in seine Saison, und bereits am Freitag haben die Inhaber einer gültigen Jahreskarte die Möglichkeit, den Freizeitpark zu besuchen. Damit alles reibungslos klappt, wenn die Besucher in den Park strömen, gilt es einiges zu beachten. In den vergangenen Wochen wurden Mitarbeiter angelernt, Hygieneschulungen für das Gastropersonal durchgeführt und natürlich die diversen Fahrgeschäfte auf Vordermann gebracht. Viele der Mitarbeiter des Schwaben-Parks sind seit vielen Jahren dabei, zur Hochsaison werden sie von etlichen Saisonkräften unterstützt – meist junge Leute wie Studenten oder Rentner, die sich etwas dazuverdienen wollen.

„Hans Dampf“ wird etwas später fertiggestellt als geplant

Die Attraktion, auf die das Publikum wohl in diesem Jahr am gespanntesten warten dürfte, wird allerdings nicht pünktlich zum Saisonstart fertig: „Hans Dampf und die total verrückte Weltreise“ steht noch eingepackt in einem unfertigen Gebäude in der Nähe des Parkeingangs. „Leider wurden die Brandschutztüren nicht rechtzeitig geliefert – und ohne die ergibt es keinen Sinn, den Tüv kommen zu lassen“, sagt der Parksprecher Marcel Bender. Der Park rechnet damit, dass das neue Fahrgeschäft im Mai loslegen kann.

Wobei „Fahrgeschäft“ es nicht ganz trifft: Bei „Hans Dampf“ handelt es sich um die Simulation eines Bahnhofs inklusive Eisenbahn, mit dem die Passagiere durch die ganze Welt reisen sollen, ohne sich tatsächlich physisch auf den Gleisen zu bewegen. Vor der Abfahrt betreten die Gäste einen Schalterraum, in dem über etliche Beamer das Personal zum Leben erweckt wird. „Wir haben uns bei der Gestaltung von echten, alten schwäbischen Bahnhöfen inspirieren lassen, etwa dem an der Laufenmühle in Welzheim“, verrät Marcel Bender.

Der Schwaben-Park startet in die neue Saison (Archivbild). Foto: 7aktuell.de/Rafal Niewienda

Die virtuellen Mitarbeiter in den Fenstern der Ticketschalter sind KI-gestützt, sie sollen sich mit den Fahrgästen unterhalten – und erstellen ihnen personalisierte, kostenlose Tickets. Dann geht es weiter in einen Raum, in dem die Passagiere weitere virtuelle Charaktere kennenlernen und auf einem großen Globus die Route gezeigt bekommen, damit sie sich auf die Reise einstimmen können. Auf diese Weise will der Park die Besucher schon während der Anstehzeit vor der eigentlichen Attraktion unterhalten.

Was dann im Aufzug, der zum Bahnsteig führt, passiert, will Bender noch nicht verraten. „Auf jeden Fall wird man diese Fahrt so schnell nicht vergessen“, verspricht er mit einem Augenzwinkern. Dann kommen die Fahrgäste in der eigentlichen Attraktion an – rings um den Eisenbahnwaggon wird virtuell die Welt vorbeiziehen, während dieser durchgerüttelt wird – Bewegungsplattformen unterhalb des Waggons machen es möglich. Wie genau die Reise verlaufen wird, wird sich noch zeigen: Der Schwaben-Park kann verschiedene Programme abspielen, deren Zusammenstellung derzeit ausgetüftelt wird. Vom Wilden Westen über die Tiefsee sind viele verschiedene Stationen auf der Rundreise möglich. Laut Marcel Bender ist noch nicht ganz klar, ob und in welchem Turnus die Reiseroute verändert wird.

Das steht 2024 für den Schwaben-Park auf dem Programm:

Auch abseits des neuen Fahrgeschäfts haben sich die Familie Hudelmaier und ihr Team für die Saison 2024 einiges überlegt, um möglichst viele Gäste in den Schwaben-Park zu locken. So bekommen vom 5. bis zum 7. April Kids und Erwachsene, die im Winter Geburtstag hatten, kostenlosen Eintritt. Außerdem wird der Park im Herbst 2024 zum ersten Mal auch abends geöffnet. In den sogenannten „Gespensternächten“ zwischen dem 25. Oktober und dem 3. November sollen Besucher den Freizeitpark von 11 bis 19 Uhr auch im Dunkeln und illuminiert erleben. Am 2. November gibt es eine „Hexenparty“. An den Wochenenden vom 29. November bis zum 29. Dezember findet dann der „Adventstraum“ statt – ebenfalls ein Novum in diesem Jahr, bei dem die Besucher einen Teil des ansonsten geschlossenen Parks in weihnachtlicher Aufmachung mit rund 100 Figuren und mit weihnachtlichen Marktständen erleben können.

Freizeitpark im Schwäbischen Wald

Der Schwaben-Park bei Kaisersbach ist familiengeführt und seit Jahren ein beliebtes Ausflugsziel, vor allem für Familien mit jüngeren Kindern. 1972 als Safari-Park gegründet, verabschiedete man sich mehr und mehr von Tieren als Attraktion. Im Jahr 2017 wurde auch die durchaus umstrittene Schimpansenshow eingestellt. Seitdem legt der Schwaben-Park, der beständig erweitert wird, seinen Schwerpunkt mehr und mehr auf Fahrgeschäfte. 2020 nahm zum Beispiel die „Hummel Brummel“ den Betrieb auf, eine Bahn, bei der die Fahrgäste die Fahrgeschwindigkeit ihrer Hängegondel selbst steuern können. Andere beliebte Fahrgeschäfte sind unter anderem die Achterbahnen „Force One“ und „Wilde Hilde“, die Schiffschaukel „Santa Lore“ und die Wasser- und Lichtshow „Azura“.

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