Schwäbische Landpartie Eine Alternative zum Massentourismus

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Seit Jahren zeigen die Gästeführerinnen der Schwäbischen Landpartie ihren Kunden die Schönheiten der Alb.

Der Breitenstein lockt alljährlich viele Wanderer an. Foto: Schwäbische Landpartie
Der Breitenstein lockt alljährlich viele Wanderer an. Foto: Schwäbische Landpartie

Esslingen - Hätte es im Jahr 2003 das EU-Programm mit dem etwas sperrigen Namen „Innovative Maßnahmen für Frauen im ländlichen Raum“ nicht gegeben, wäre die Idee der Schwäbischen Landpartie wohl nie entstanden. Vor eben jenen 17 Jahren haben rund ein Dutzend Mitstreiterinnen aus dem Landfrauenverband Württemberg/Baden das Angebot genutzt – und sich zu Gästeführerinnen ausbilden lassen. Als sich nach dem Abschluss der Schulung die Teilnehmerinnen fragten, was sie nun mit dem Erlernten anfangen könnten, kam die Idee, sich weiterhin zusammenzutun und von einer gemeinsamen Plattform aus individuelle Angebote für Ausflüge auf die Schwäbische Alb anzubieten: Die Schwäbische Landpartie war geboren. Jede Gästeführerin ist für sich selbst tätig, die organisatorischen Fäden laufen bei Christel Mühlhäuser und Maria Stollmeier zusammen.

„Am Anfang war es natürlich schwierig“, erinnert sich Christel Mühlhäuser: „Die Schwäbische Alb ist ja nun keine Gegend mit Massentourismus.“ Aber im Lauf der Zeit hat es sich herumgesprochen, dass die Ausflüge mit den Gästeführerinnen der Schwäbischen Landpartie nicht nur viel Spaß machen, sondern auch noch einen Wissensgewinn mit sich bringen. „Zudem haben wir mittlerweile viele touristische Partner und Busunternehmen, die mit uns zusammenarbeiten“, berichtet Christel Mühlhäuser.

Rund 70 öffentliche Führungen

Die Teamstärke der Landschaftführerinnen ist über die Jahre in etwa gleich geblieben. Immerhin sechs Landfrauen haben die Anfänge der Landpartie selber mitgestaltet. „Wir treffen uns regelmäßig alle sechs bis acht Wochen und stimmen unsere Pläne ab“, beschreibt Christel Mühlhäuser die Arbeitsweise des Teams. Die rund 70 öffentlichen Führungen, die die Schwäbische Landpartie in diesem Jahr anbietet, sind deshalb nur die Spitze des Eisbergs. Das Hauptgeschäft sind individuell für Gruppen ausgearbeitete Programme zum Wunschtermin. Das Angebot dabei reicht von großen Alb-Rundfahrten über Touren ins Streuobstparadies und Entdeckungen im Stauferland bis zu Wanderungen, bei denen die neuen Premiumwanderwege – die Hochgehberge – hoch im Kurs stehen. Andere Touren führen entlang des Albsteigs oder ins idyllische Goißatäle. Das Interesse wächst: „Die Zahl der Führungen wächst kontinuierlich“, sagt Christel Mühlhäuser.

Bei den zu einem festen Termin angebotenen Führungen und Ausflügen steht in diesem Jahr das Thema „Genuss“ im Mittelpunkt. Neu ist etwa am 26. April die in Bissingen beginnende Wanderung „Wein und Schokolade: Eine bittersüße Verführung am Albtrauf“. Vier Tage später heißt es in Beuren „Sekt, Charme und gute Laune“. Versprochen wird ein „prickelnder Abendspaziergang“. Am 4. Juli wiederum gibt es die Möglichkeit, sich ein dreigängiges Menü zu erwandern. Startpunkt hierbei ist Neuffen. Neu im Angebot der Schwäbischen Landpartie ist aber auch eine Kostümführung durch das mittelalterliche Beuren: Sie steht am 3. Mai unter dem Titel „Dorftratsch“.

Informationen

Vor kurzem ist das rund 60 Seiten umfassende Jahresprogramm der Schwäbischen Landpartie erschienen. In ihm werden nicht nur die zwölf Gästeführerinnen vorgestellt. Auch gibt es einen Überblick über die Touren und Führungen für Gruppen sowie über das allgemeine Jahresprogramm.

Kosten

Der Basispreis für die Planung und Begleitung einer vierstündigen Halbtagestour beträgt für eine Gruppe bis 30 Personen 115 Euro, für eine achtstündige Tagestour 185 Euro. Jeder zusätzliche Teilnehmer schlägt mit einem Euro zu Buche.

Kontakt

Ansprechpartner sind Christel Mühlhäuser, Telefon 0 71 61/1 25 59, und Maria Stollmeier, Telefon 0 70 23/90 87 18. Die E-Mail-Adresse lautet info@schwaebische-landpartie.de. Das Jahresprogramm und alle weiteren Informationen gibt es online unter www.schwäbische-landpartie.de.