Pfarrerinnen in Plieningen Doppeltes Babyglück zu Weihnachten

Anna Lörcher (rechts) erwartet einen Jungen,  und Jutta Haizmann hat inzwischen ein Mädchen geboren.  Beide haben jeweils schon ein Kind. Foto: privat
Anna Lörcher (rechts) erwartet einen Jungen, und Jutta Haizmann hat inzwischen ein Mädchen geboren. Beide haben jeweils schon ein Kind. Foto: privat

Die beiden Pfarrerinnen der evangelischen Kirchengemeinde in Stuttgart-Plieningen sind gleichzeitig schwanger geworden. Eine der beiden berichtet von diesem kuriosen Zufall.

Plieningen - Wenn eine Pfarrerin schwanger ist und ihr Kind in der Weihnachtswoche erwartet, ist das kurios. Noch kurioser ist es indes, wenn zwei Pfarrerinnen derselben Gemeinde zum gleichen Zeitpunkt schwanger werden und um Weihnachten herum entbinden. Genau dies ist in Plieningen der Fall: nämlich bei den Pfarrerinnen Jutta Haizmann und Anna Lörcher. Jutta Haizmann hat am 22. Dezember ein Mädchen geboren. Lörcher erwartet einen Jungen. Ob er inzwischen ebenfalls das Licht der Welt erblickt hat, war bei Redaktionsschluss nicht bekannt.

Der Pfarrer Ulrich Winkler, der momentan aus gesundheitlichen Gründen ebenfalls nicht im Dienst ist, habe darauf gewettet, dass beide Kinder an Heiligabend auf die Welt kommen, erzählt Haizmann, als sie noch hochschwanger war. „Das hätte was, muss aber nicht sein“, sagt sie. Die Pfarrerin sieht durchaus Parallelen zur Weihnachtsgeschichte: „Wir warten auf das Kind.“ Allerdings würde sie ungern auf einem Esel nach Bethlehem reisen. „Wie bescheuert war das wohl für Maria?“, sagt die Pfarrerin und lacht. Außerdem bezeichnet sie die letzten Monate der Schwangerschaft als einen „lebendigen Adventskalender“.

„Wir hoffen, dass zwischen ihnen eine Freundschaft entsteht“

Beide Pfarrerinnen haben bereits einen Sohn. „Wir hoffen, dass zwischen ihnen eine Freundschaft entsteht“, erzählt Haizmann und meint vor allem den neuen Nachwuchs. Die beiden Kolleginnen und ihre Familien stehen sich privat nahe. Abgesprochen war die synchrone Schwangerschaft nicht. „Ich habe sie angerufen und meinte, ich müsse ihr etwas sagen“, erinnert sich Haizmann. Lörcher antwortete: „Ja, ich dir auch.“ Schnell wussten sie, was Sache ist. Doch von diesem Zufall sind die Pfarrerinnen, die sich eine Stelle in der Kirchengemeinde teilen, trotzdem nie ausgegangen. „Wir dachten, wenn eine schwanger wird, dann ist die andere ja da“, erzählt Haizmann.

Nun ist die Personallage hingegen herausfordernd. Doch die anderen Pfarrerinnen und Pfarrer aus der Verbundkirchengemeinde helfen, wo sie können. Außerdem ist mit Angelika Gern seit Dezember eine weitere Pfarrerin in Teilzeit an Bord.

Die frischgebackene Mutter Jutta Haizmann freut sich nun auf das erste Weihnachten zu viert. Bei ihrer Kollegin Anna Lörcher könnte der Nachwuchs indessen glatt noch zum besonderen Weihnachtsgeschenk in diesen merkwürdigen Zeiten werden.




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