Seit vielen Jahren spiele der Rotwein im deutschen Weinbau eine immer größer werdende Rolle, so begründet der Fachverlag Meininger die Wichtigkeit des Wettbewerbs „Meiningers Rotweinpreis“. Deutscher Spätburgunder finde international inzwischen eine Anerkennung, „die früher ausschließlich ihren roten Pendants aus Burgund vorbehalten war.“ Rebsorten wie der Lemberger, Portugieser aber auch internationale Rebsorten wie der Cabernet Sauvignon, die von den deutschen Winzern in immer höheren Qualitäten an- und ausgebaut würden, „begeistern mittlerweile nicht mehr nur die deutschen Weintrinker, sondern werden auch international nachgefragt wie nie zuvor“, bilanziert der Verlag.
Meininger: Zwei Remstäler ganz vorne Beim jüngsten Wettbewerb sind bei der Preisverleihung im Münchener Forum Vini gleich fünf Betriebe aus dem Bereich Remstal-Stuttgart auf dem Treppchen gestanden. Bei „Meiningers Rotweinpreis“ werden Urkunden und Preismünzen für die drei Erstplatzierten in acht verschiedenen Kategorien vergeben. Zwei erste Plätze gingen dabei ins Remstal. Das Weingut Aldinger, für das in München Hansjörg Aldinger die Urkunde entgegennahm, belegte den ersten Platz in der Kategorie „Lagenspätburgunder“ mit dem 2021 Marienglas Gips Untertürkheim Großes Gewächs. Ebenfalls oben auf dem Treppchen landete Christoph Klopfer aus Weinstadt bei den Lembergern mit dem 2012 Greiner Lemberger.
Einen zweiten Platz belegten die Fellbacher Weingärtner mit ihrem Fellbacher Lämmler Spätburgunder Auslese sowie das benachbarte Collegium Wirtemberg mit dem 2019 Grand Cuvée trocken Reserve. Das Quintett der Sieger aus der Region komplettierte bei der Vergabe das Stuttgarter Weingut Wörwag mit einem dritten Platz für den 2020 Lemberger Herzogenberg Großes Gewächs.
„Eichelmann Deutschlands Weine“ Frisch ist auch die 2024er-Ausgabe des Weinführers „Eichelmann Deutschlands Weine“ erschienen, bei dessen Präsentation in Heidelberg unter anderem der Fellbacher Altmeister Gert Aldinger für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden ist. Er habe in diesem Jahr die Erkenntnis bekommen, „dass Jahr für Jahr Württemberger Weine eine immer prominentere Rolle bei unseren Schlussverkostungen spielen – und das bei allen Sorten“, schreibt Gerhard Eichelmann in der Gesamtbewertung des Weinbaugebiets, das neben der Ahr in Deutschland als einziges Rotweingebiet gilt. Die Folge: Es wurden eine ganze Reihe von Weingütern in der Bewertung nach oben gesetzt.
Ganz oben hat sich in der „Weltklasse“ aus Württemberg beim Führungstrio Aldinger und Schnaitmann (Fellbach) sowie Dautel (Bönnigheim, Kreis Ludwigsburg) mit jeweils fünf Sternen nichts geändert. Dicht dahinter finden sich in der ebenfalls unter dem Label „Weltklasse“ firmierenden Kategorie mit viereinhalb Sternen nunmehr zusätzlich zum Stettener Weingut Karl Haidle und dem Fellbacher Markus Heid drei weitere Betriebe. Aufgestiegen sind hier das in Waiblingen angesiedelte Weingut Zimmerle sowie die Weingüter Wöhrwag, Stuttgart, und Kusterer aus Esslingen. Mit Michael Maier, Schwaikheim, und Leon Gold, Weinstadt, haben zwei weitere Nachwuchswengerter aus dem Remstal neuerdings vier Eichelmannsterne. Und mit dreieinhalb gehört auch Marcel Idler jetzt zur Gruppe „Hervorragende Erzeuger“. Neu in der Wertung bei Eichelmann sind das Winnender Weingut Luckert mit zwei sowie Mannschreck Weine, Weinstadt, mit eineinhalb Eichelmann-Sternen.
Erfolg beim „Deutschen Rotweinpreis“Beim renommierten „Deutschen Rotweinpreis“ des Fachmagazins „Vinum“ haben Remstalweingüter jüngst gleich sieben Podiumsplätze belegt. Auch hier war besonders der Nachwuchs aus dem Remstal mit erfolgreich – es gab ein Remstaltriple in der Kategorie „Deutscher Nachwuchs“. Die Plätze eins bis drei belegten hier die Weingüter Idler (Weinstadt), Ellwanger (Winterbach) und Escher (Schwaikheim).
Ein erster Platz in der Kategorie „Deutsche Klassiker“durch das Fellbacher Weingut Schnaitmann, der Sieg des Stettener Weinguts Karl Haidle bei den Lembergern und weitere Podiumsplätze für die Schwaikheimer Michael Maier und Christian Escher komplettierten hier die Erfolgsbilanz der Remstäler. Der Kommentar des Geschäftsführers Remstal Tourismus, Werner Bader: „Das ist eine beachtenswerte Leistung, Hut ab vor unseren Wengertern.“